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M-1 Challenge 71 live auf ranFIGHTING.de

Generalprobe für deutschen Terminator Stephan Pütz

Weil der M-1-Champion im Halbschwergewicht Yusupov verletzt ist, kommt der Frankfurter Stephan Pütz noch nicht zu seinem Titelkampf. Einfach warten will der deutsche "T-800" jedoch nicht - und so bestreitet er nun in St. Petersburg einen Kampf gegen Marcus Vinicius Lopes (Freitag ab 20 Uhr live auf ranFIGHTING.de).

19.10.2016 09:19 Uhr / Mark Bergmann
Stephan Puetz M-1 Challenge 71
Der deutsche Terminator: Stephan "T-800" Pütz © M-1 Global

München - Stephan Pütz (14-2) ist zurück in seiner zweiten Heimat St. Petersburg. Vier seiner fünf M-1-Duelle hat der Frankfurter in der Metropole an der Neva bestritten - allesamt Siege. Am Freitagabend wird er dort erneut in den Ring steigen. Gewinnt er, ist ihm ein Titelkampf sicher. 

"Eigentlich hätte ich schon nach meinem letzten Sieg wieder um den Titel kämpfen sollen", sagt Pütz, der nach seinem Titelverlust im Dezember bei M-1 Challenge 66 im Mai erfolgreich zurückgekehrt war. "Da Champion Rashid Yusupov aber leider verletzt ist, findet dieser Kampf nun nicht statt und ich bestreite stattdessen einen Superfight mit Marcus Lopes als Gegner."

Generalprobe wird kein Spaziergang

Leicht wird das nicht. Marcus Vinicius Lopes (10-4) ist ein schlagstarker Submission-Künstler mit jeder Menge Kampfgeist, wie der Brasilianer bei seinem M-1-Debüt im Juli in einer wahren Materialschlacht gegen Kurban Ibragimov bewiesen hat.

"Ich bin wie immer top-vorbereitet und für alles gewappnet", erklärt Pütz jedoch siegessicher. Mit seiner überragenden Physis gilt er als Favorit, zeigte in seinem letzten Auftritt gegen Ex-Soldat Andrey Seledtsov allerdings auch die eine oder andere Schwäche - vor allem im Stand.

Gegen einen wie Lopes könnte das gefährlich werden. Gewinnt Pütz jedoch, kann ihm die erneute Titelchance niemand mehr nehmen. "Ich freue mich, wieder in St. Petersburg zu kämpfen", so der 29-Jährige deshalb. Bislang hat ihm die Stadt schließlich stets Glück gebracht.

Duell der schweren Jungs im Hauptkampf

Angeführt wird die 71. M-1 Challenge von einem Duell zweier Halbschwergewichte. Ex-Champion Viktor Nemkov (23-6) trifft auf Pütz' Teamkollegen Attila Vegh (29-7-2).

Vegh gehörte einst zu den besten Kämpfern Europas und machte sogar in den USA Karriere, hielt dort den Titel in der zweitgrößten Liga Bellator. Zuletzt lief es jedoch weniger gut für den 31-jährigen Slovaken. Drei Niederlagen hagelte es in Folge, zuletzt eine herbe K.o.-Schlappe beim M-1-Debüt im Juni. 

Nemkov verlor in den vergangenen fünf Jahren dagegen nur in Titelkämpfen. 2014 musste er seinen Gürtel an Stephan Pütz abgeben, holte ihn sich zweieinhalb Jahre darauf aber zurück. Zuletzt unterlag er Rashid Yusupov im Mai knapp nach Punkten - und verlor das Gold somit erneut.

Sollte Nemkov hier gewinnen, dürfte auch er Ansprüche auf einen erneuten Titelkampf im Halbschwergewicht anmelden. Es bleibt also spannend in der 93-Kilo-Klasse. 

WM-Titel im Bantamgewicht wird erstmals ausgekämpft

Bei M-1 Challenge 71 wird zudem erstmals der WM-Titel im Bantamgewicht bis 61 Kilogramm ausgekämpft. Dafür wechselt M-1-Star Pavel Vitruk (13-2) aus dem Federgewicht eine Klasse tiefer und trifft dort auf den schlagstarken Ukrainer Vitali Branchuk (21-5).

Außerdem bestreitet der amtierende M-1-Leichtgewichtschampion Alexander Butenko (41-11-2) ein Catchweight-Duell bis 73 Kilo gegen den Brasilianer Rubenilton Pereira (16-2). Weil Butenko dabei über seinem eigentlichen Gewichtslimit antritt, wird sein Titel nicht auf dem Spiel stehen.

Den Abend im St. Petersburger Eispalast eröffnet Sergey Romanov (9-1), eines der vielversprechendsten Talente Russlands. Der 26-Jährige ist seit sieben Kämpfen ungeschlagen und dominierte zuletzt den Deutschen Andreas Birgels. Mit Carlos Alexandre Perreira (33-11-1, 1 NC) wird er allerdings dem bislang erfahrensten Gegner seiner Karriere gegenüberstehen.

M-1 Challenge 71: Nemkov vs. Vegh findet am 21. Oktober statt, ranFIGHTING.de überträgt das Hauptprogramm ab 20 Uhr live.

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