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McGregor vs. Mayweather: Der aktuelle Stand und wie es weitergeht

Es vergeht kaum ein Tag, an dem es keine Neuigkeiten zu einem möglichen Showdown zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor gibt. ran.de fasst alles Bekannte zusammen und verrät, wie es weitergeht.

19.05.2017 17:17 Uhr / ran.de
Conor McGregor vs Floyd Mayweather
Der Mega-Fight zwischen Conor McGregor und Floyd Mayweather rückt näher. © Getty Images

München - Seit Monaten liefern sich Floyd Mayweather (40) und Conor McGregor (28) eine verbale Schlammschlacht in den sozialen Netzwerken. Jeden Tag gibt es Neues zu einem möglichen Superfight der beiden Stars und trotzdem noch immer kein fixes Datum. ran.de fasst zusammen, wie es weitergehen könnte.

Wird der Kampf zwischen Mayweather und McGregor stattfinden?

Antwort: Sehr wahrscheinlich. Beide Parteien haben einem Kampf unter Boxregularien zugestimmt. Mayweather, der eigentlich im September 2015 seine aktive Karriere nach 49 siegreichen Kämpfen beendet hatte, kehrt dafür sogar aus dem Ruhestand zurück.

"Es gibt nur einen einzigen Kampf, der aus wirtschaftlicher Sicht Sinn macht. Und weil ich ein Geschäftsmann bin, steige ich extra dafür wieder in den Ring. Ich will der Welt das geben, was sie sehen will", so Mayweathers Begründung.

Wie weit sind die Verhandlungen fortgeschritten?

Glaubt man Mayweather, gab es bislang noch gar keine Verhandlungen zwischen beiden Lagern. Am Mittwoch sagte der ungeschlagene Box-Champion in London:

"Ich kann nicht behaupten, dass sie (Team McGregor) gerade auf uns warten. Und wir warten auch nicht auf sie. Ich habe ein Team, das für mich verhandelt. Sobald die UFC uns kontaktiert, werden wir den Kampf realisieren."

Warum behauptet McGregor, dass er bereits einen Vertrag unterschrieben hätte?

Bevor McGregor überhaupt mit Mayweather verhandeln kann, muss er sich mit der UFC einigen. Denn "The Notorious" steht noch für fünf weitere Kämpfe bei der weltweit größten MMA-Organisation unter Vertrag. Diese Einigung wurde in den vergangenen Tagen erzielt.

UFC-Chef Dana White sagte im US-Fernsehen bei "TNT": "Die McGregor-Seite ist erledigt. Jetzt beschäftige ich mich mit Mayweather." McGregor selbst veröffentlichte ein Statement bei "TheMacLife": "Es ist mir eine Ehre, diesen Deal zu unterschreiben, der alle Rekorde bricht. Wir erwarten jetzt, dass Mayweather in den nächsten Tagen ebenfalls unterzeichnet."

Wie hat Mayweather darauf reagiert?

Gar nicht. "Money" ist derzeit in seiner Funktion als Promoter unterwegs. In dieser Woche begleitet er seinen Schützling Gervonta Davis, der am Samstag in London seinen WM-Titel im Superfedergewicht gegen Liam Walsh verteidigt.

Aus Respekt vor beiden Protagonisten wird sich Mayweather bis nach dem Kampf nicht zum aktuellen Stand der Dinge äußern. "Ab Samstagabend könnt ihr mich alles fragen", kündigte er den anwesenden Journalisten an.

Wo könnte der Megafight stattfinden?

Es spricht alles für Mayweathers "Wohnzimmer", das MGM Grand in Las Vegas. In den vergangenen zehn Jahren kämpfte der "Pretty Boy" ausschließlich in der Grand Garden Arena, die rund 17.000 Zuschauer fasst. Angesichts der erwarteten großen Nachfrage, erscheint die Location etwas klein. Eine kleinere Halle würde aber auch höhere Pay-Per-View-Erlöse bedeuten.

Für Las Vegas spricht zudem, dass McGregor gerade eine Boxlizenz für den US-Bundesstaat Nevada beantragt hat. Bis dato hatte er nur eine Erlaubnis, um in Kalifornien zu kämpfen.

Wann würde der Kampf stattfinden?

Ursprünglich war der 16. September 2017 im Gespräch. Dieses Datum ist mittlerweile schon hochkarätig belegt. Im New Yorker Madison Square Garden kommt es zum lang ersehnten Superfight zwischen Mittelgewichts-Champion Gennady "GGG" Golovkin und Saul "Canelo" Alvarez.

Aus Fan-Sicht, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen, wäre eine Konkurrenzveranstaltung am selben Tag nicht sinnvoll. Wahrscheinlich ist daher eher ein Datum zwischen Ende September und Ende Oktober.

In welcher Gewichtsklasse findet der Kampf statt?

Unklar. McGregor gewann in der UFC Titel im Feder- (bis 65 kg) sowie im Leichtgewicht (bis 70 kg). Dies entspricht etwa Mayweathers Gewichtsklassen beim Boxen. Der 40-Jährige hatte seit 2005 nur noch im Welter- (bis 66,678 kg) oder Superweltergewicht (bis 69,85 kg) gekämpft.

Wie hoch ist die Kampfbörse?

Das ist wohl der größte Knackpunkt bei den anstehenden Verhandlungen. Der Kampf könnte alle bisher dagewesenen Rekorde brechen. Experten gehen von einem Umsatz von bis zu einer Milliarde Dollar aus.

Mayweather fordert eine Antrittsgage von 100 Millionen Dollar. Dazu Anteile aus den TV-Erlösen. McGregor will dem in nichts nachstehen und verlangt eine gerechte 50:50-Aufteilung. Damit hat Mayweather wiederum ein Problem.

"Money" sieht sich als der weitaus größere Superstar - und hat damit nicht ganz Unrecht. So verdiente er laut "ESPN" allein beim "Kampf des Jahrhunderts" gegen Manny Pacquiao insgesamt 220 Millionen Euro. McGregors höchste Kampfbörse gegen Nate Diaz lag dagegen bei drei Millionen Dollar.

Kann der Kampf noch platzen?

Die finanziellen Forderungen beider Parteien könnten theoretisch dazu führen, dass der Kampf nicht zustande kommt. Wahrscheinlich sind aber die Dollarzeichen in den Augen beider Kämpfer groß genug, dass eine Kompromisslösung gefunden wird. Es dürfte eben nur eine Frage der Zeit sein.

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