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Deutliche Niederlage beim WM-Kampf

Nach Pleite gegen Chris Eubank jr.: Arthur Abraham lässt Zukunft offen

Arthur Abraham liefert im WM-Kampf gegen Chris Eubank jr. (der Kampf jetzt re-live auf ranFIGHTING.de) eine enttäuschende Leistung ab und verliert in der SSE Wembley Arena in London klar nach Punkten. Seine Zukunft lässt der 37-Jährige nach der für ihn vielleicht letzten verpassten Titelchance offen.

16.07.2017 09:00 Uhr / ran.de / Dominik Hechler

London - Als diese bittere Lehrstunde in der SSE Wembley Arena in London dann zu Ende war, schlich Arthur Abraham sichtlich gezeichnet und mit hängenden Schultern in Richtung Katakomben.

Die Enttäuschung über die eigene Leistung im WM-Kampf im Super-Mittelgewicht gegen den haushoch überlegenen Chris Eubank jr. war groß. Riesengroß sogar.

Denn vielleicht war es Abrahams letzte WM-Chance. Immerhin ist der dreimalige Ex-Champion schon 37 Jahre alt.

Abraham: "Nie in den Kampf gefunden"

"Ich muss Chris Eubank jr. gratulieren", meinte "King Arthur" kurz nach der Urteilsverkündung im Interview mit ranFIGHTING.de. "Er war der bessere Boxer und ich habe nie richtig in den Kampf gefunden."

Wie überlegen Eubank war, zeigte auch dessen Aussage nach dem Kampf: "Ich habe ihn dominiert. Das war der erste Kampf in meiner Karriere, bei dem ich ein bisschen Tempo rausnehmen konnte."

Sauerland gibt Eubanks Überlegenheit zu

Abrahams langjähriger Coaches Ulli Wegner ließ seinem Unmut freien Lauf, stapfte mit hochrotem Kopf und laut schimpfend in Richtung Kabine. Eine verständliche Reaktion.

Immerhin hatte sich der Kult-Trainer noch vor dem Kampf gewünscht, dass "Arthur seine Fans in Deutschland und auch seinen Trainer nicht enttäuscht". Es kam anders.

"Arthur hat heute gegen Eubank jr. nicht gut ausgesehen, da brauchen wir nicht drumherum reden", wurde Promoter Kalle Sauerland deutlich.

Kein Wunder also, dass Sauerland nach der klaren Pleite seines Boxers dann auch "so einiges durch den Kopf ging". Auch, was Abrahams Zukunft anbetrifft? 

Abraham "kann noch nichts sagen"

Der 37-Jährige selbst meinte nur, dass "ich das jetzt noch nicht sagen kann. Ich muss das erst einmal sacken lassen und werde mir dann Gedanken machen".

Ähnlich kommentierte auch Sauerland, der seinen Schützling auf der offiziellen Pressekonferenz wegen der obligatorischen Doping-Kontrolle vertreten musste, die Fragen nach der Zukunft von "King Arthur".

"Wir werden uns in den kommenden Tagen mit Arthur, seinem Team und dem kompletten Management hinsetzen und die Situation analysieren", führte Sauerland aus.

Eine Aussage, die tief blicken lässt. Denn es hörte sich ein bisschen so an, als ob der "Abrahammer" schon sehr bald endgültig in die Werkzeugkiste gelegt wird.

Aus London berichtet: Dominik Hechler

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