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Verbände und Weltmeister - von Joshua bis Culcay

Wer behält bei diesem Durcheinander von Verbänden und Gewichtsklassen noch den Überblick? Wir klären auf und beantworten die wichtigsten Fragen rund ums Profiboxen.

17.10.2016 14:20 Uhr / ran.de / Daniel Mohr
Anthony-Joshua-(Box-Weltmeister-Überischt)
IBF-Weltmeister im Schwergewicht: Anthony Joshua. © 2016 Getty Images

Boxen Teil 1:  Verbände und Gewichtsklassen

Boxen Teil 2: Verbände und Weltmeister 

Boxen Teil 3:  Die legendärsten Kämpfe und Boxer aller Zeiten

  WBA WBC IBF WBO
Schwergewicht vakant ("regulär") Deontay Wilder Anthony Joshua vakant
Cruisergewicht

Denis Lebedew ("Super-Champion")

Beibut Shumenov ("regulär")

Tony Bellew Denis Lebedev Oleksandr Usyk
Halbschwergewicht

Sergei Kovalev ("Super-Champion"),

Nathan Cleverly ("regulär")

Adonis Stevenson Sergei Kovalev Andre Ward
Supermittelgewicht

vakant ("Super-Champion")

Tyron Zeuge ("regulär")

Badou Jack James DeGale Gilberto Ramirez
Mittelgewicht

Gennady Golovkin ("Super-Champion"),

Daniel Jacobs ("regulär")

Gennady Golovkin Gennady Golovkin Billy Joe Saunders
Halbmittelgewicht

Erislandy Lara ("Super-Champion")

Jack Culcay ("regulär")

Jermell Charlo Jermall Charlo Saul Alvarez
Weltergewicht Keith Thurman ("regulär") Danny Garcia Kell Brook Manny Pacquiao
Halbweltergewicht Ricky Burns ("regulär") Terence Crawford Eduard Troyanovsky Terence Crawford
Leichtgewicht Jorge Linares ("regulär") Dejan Zlaticanin Robert Easter Jr Terry Flanagan

Eine komplette Übersicht aller Gewichtsklassen gibt's hier:

Neben den Rankings der großen Verbände existieren auch weltverbandsunabhängige Ranglisten. Zum Beispiel die des renommierten Box-Magazins "The Ring" . Hier wird auch eine sogenannte "Pound for Pound"-Rangliste geführt, die Boxer Gewichtsklassen-übergreifend miteinander vergleicht. Weitere Übersichten geben die Webseiten " Fightnews " und " BoxRec ".

Was bedeutet "Super Champion", "Unified Champion" und "vakant"?

Der Titel "Super-Champion" wird ausschließlich vom Weltverbands WBA verliehen. Und zwar normalerweise dann, wenn ihr Weltmeister auch gleichzeitig in mindestens einem der bedeutenden anderen Verbände (WBC, WBO, IBF) Titelträger derselben Gewichtsklasse ist. Für gewöhnlich werden solche Weltmeister, die mehrere Titel vereinigen, auch als "Unified Champions" bezeichnet.

Wird ein Boxer zum "Super-Champion" gekürt, dann wird ihm sein eigentlicher WBA-Titel aberkannt. Der eigentliche WBA-Titel ist somit vakant und kann von zwei anderen Boxern ausgeboxt werden. Der "Super-Champion" verteidigt aber auch weiterhin die WBA-Weltmeisterschaft. Allerdings darf ein Superchampion sich 18 Monate für eine Titelverteidigung Zeit lassen. Normalerweise muss ein Titel in einem Zeitraum von neun Monaten verteidigt werden. Die WBA sieht diese Möglichkeit als Ausgleich dafür, dass der "Super-Champion" mehrere Titel zu verteidigen hat.

Gab es einen deutschen Schwergewichts-Weltmeister?

Ja. Als einziger Deutscher gewann Max Schmeling am 12. Juni 1930 in New York mit einem Disqualifikationssieg in Runde vier gegen den Amerikaner Jack Sharkey den Weltmeistertitel.

Weiter in Boxen Teil 3:  Die legendärsten Kämpfe und Boxer aller Zeiten

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