ran.de: Herr Schaffartzik, die Formkurve bei Ihnen und Alba Berlin ist momentan ziemlich schwankend. In den vergangenen sieben Bundesliga-Partien stehen drei Siege und vier Niederlagen zu Buche. Auch beim glücklichen Heimspielsieg gegen Tübingen taten Sie sich schwer. Würden Sie sagen, dass auch die Belastung durch die Euroleague hier zum Tragen kommt?
Heiko Schaffartzik: Nein, ich denke, dass das verschiedene Gründe hat. Für uns ist es aber wichtig, dass wir die Müdigkeit oder Reisestrapazen nicht als Ausrede benutzen. Wir tun gut daran, wenn wir uns auf das konzentrieren, was wir auch beeinflussen können. Der anstrengende Spielplan darf dabei keine Ausrede sein!
ran.de: In der Beko BBL steht am Sonntag das Topspiel beim FC Bayern (ab 13 Uhr live bei kabel eins und im Livestream auf ran.de) auf dem Programm. Alba hat auswärts zuletzt drei Pleiten in Folge kassiert, Bayern hat seine vergangenen sechs Heimspiele gewonnen. Sind die Rollen also klar verteilt?
Schaffartzik: Es ist schwer zu sagen, wer der Favorit in dieser Begegnung ist. Durch den Heimvorteil sind die Bayern wohl leicht favorisiert. Aber wir sind hochmotiviert und wollen natürlich gewinnen. Das wird bei den Bayern jedoch mit Sicherheit auch der Fall sein, da sie bisher noch kein einziges Spiel gegen uns für sich entscheiden konnten.
ran.de: Wie wollen Sie die Partie gegen den FC Bayern angehen und was muss Alba in München anders machen, um dem Trend entgegenzuwirken?
Schaffartzik: Es sind sehr viele Dinge, die wir anders machen müssen. Wir müssen mit der Mentalität in das Spiel reingehen, dass wir die Partie gewinnen wollen. Das wird der ausschlaggebende Faktor sein, denn es wird schon so schwer genug sein, gegen diese Mannschaft, die derzeit einen solch guten Lauf hat, auswärts zu bestehen. Wir müssen uns auf die simplen Dinge konzentrieren und auf unsere eigenen Stärken, die zweifellos vorhanden sind, besinnen.
ran.de: Die Bayern haben mehrere deutsche Nationalspieler in ihren Reihen, die Sie von den gemeinsamen Turnieren gut kennen. Ist dies ein Vorteil für Sie? Wissen Sie deshalb genau, wie Sie zu spielen haben?
Schaffartzik: Nein, ein Vorteil ist das nicht. Zwar weiß man bei den guten Spielern, was sie vorhaben, doch letztlich setzen sie sich dann doch durch.
ran.de: Sie mussten kürzlich Ihre Teilnahme am All-Star-Game wegen eines grippalen Infekts absagen. Inwieweit sind Sie persönlich fit für das Duell mit den Bayern?
Schaffartzik: Ich bin wieder fit und freue mich darauf gegen Robin (Benzing; Anm. d. Red.) und Jan-Hendrik (Jagla; Anm. d. Red.) zu spielen. Wir sind gute Freunde und es macht immer einen riesigen Spaß gegen die beiden zu spielen.
ran.de: Platz eins in der regulären Saison scheint außer Reichweite. Was sind die Ziele in der regulären Saison?
Schaffartzik: Da haben wir keine bestimmte Platzierung als Vorgabe. Unsere Saisonziele sind der Pokalsieg sowie das Halbfinale der Playoffs.
ran.de: Ist in der Bundesliga denn auch mehr drin als das Halbfinale in den Playoffs? Schielen Sie mit einem Auge auch auf die Meisterschaft?
Schaffartzik: Klar, es ist immer mehr möglich. Doch die vergangene Saison hat gezeigt, dass auch das Gegenteil der Fall sein kann. Da haben wir noch nicht einmal das Halbfinale erreicht. Wir sollten daher von Training zu Training und von Spiel zu Spiel schauen. Und das nächste Spiel ist beim FC Bayern. Darauf sollten wir uns jetzt konzentrieren.























