"Es hat trotz des Stresses sehr viel Spaß gemacht, überall war positive Energie", sagte der 48-Jährige, der erst im September nach langer Suche verpflichtet worden war. Mit Cortina kehrte die deutsche Mannschaft nach dem WM-Debakel unter dem Schweizer Jakob Kölliker in die Erfolgsspur zurück - mit einfachem Eishockey. Der neue Trainer legte wieder mehr Wert auf eine stabile Defensive und schnellen Zug zum Tor. Schon beim 3:2 gegen Kanada und beim 2:0 gegen den Erzrivalen Schweiz hatte sich diese Rückkehr zum alten System, mit dem Uwe Krupp bis 2011 Erfolge feierte, bewährt.
Barta und Festerling treffen gegen Slowakei
Gegen die Slowaken erzielten Schweden-Legionär Alexander Barta (50.) und der Hamburger Garrett Festerling (51.) mit einem Doppelschlag innerhalb von 50 Sekunden die deutschen Tore. Cortina dämpfte anschließend die Euphorie: "Wir haben ein Turnier in München gewonnen, aber wir sind noch nicht in Sotschi." Denn die erste echte Bewährungsprobe folgt erst noch: Im Februar muss sich die DEB-Auswahl als Sieger eines Viererturniers in Bietigheim-Bissingen für Olympia 2014 qualifizieren.
Die Spieler waren von Cortina, der seit 2006 in München lebt und den DEL-Klub EHC München trainiert, beeindruckt. "Nach dem ersten Meeting sind wir aus dem Besprechungsraum gegangen, haben uns alle angeschaut und gesagt: Jetzt wissen wir, warum er Bundestrainer geworden ist", berichtete der Mannheimer Marcus Kink.
Cortina: "Wir spielen ein sehr einfaches System"
Cortina, der von seiner Berufung selbst überrascht worden war, erlärte seinen Plan: "Wir spielen ein sehr einfaches System, das jeder versteht. Keiner ist wichtiger als das Team. Es war nichts, was sie nicht schon mal gehört haben." Der neue Job sei eine großartige Herausforderung, "es ist wie eine neue Freundin".
Im entscheidenden Spiel gegen die Slowaken spielte die DEB-Auswahl erneut sehr konzentriert und diszipliniert in der Defensive und überstand sogar eine fünfminütige Unterzahl schadlos, nachdem der Münchner Martin Buchwieser Andrej Stastny mit dem Schläger im Gesicht getroffen und eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassiert hatte. Bei fünf gegen fünf hatte das Cortina-Team die besseren Chancen. Die besten Möglichkeiten ließ Kapitän Michael Wolf aus (6. und 28.), ehe der Doppelschlag für die Entscheidung sorgte.





















