Er hatte die schwerste Aufgabe am 13. Bundesliga-Spieltag: Nur elf Tage nach dem Selbstmord von Robert Enke musste Florian Fromlowitz den verstorbenen Nationaltorhüter zwischen den Pfosten vertreten - und meisterte diese Bürde nicht nur auf dem Platz beeindruckend.
Denn nach seiner starken Leistung zeigte sich Fromlowitz, der nach eigener Aussage "keinen Konkurrenten, sondern einen Freund" verloren hat, auch den unumgänglichen Fragen mehr als gewachsen.
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"Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als die Partie endlich angepfiffen wurde, aber nach dem Schlusspfiff merkt man, dass man nur ein Mensch ist", sagte der 23-Jährige sichtlich betroffen: "Jetzt kann man nur hoffen, dass langsam der Alltag einkehrt."
Zumindest auf dem Feld waren Fromlowitz die schweren letzten Tage nicht anzumerken. "Florian hatte einen Riesenspagat zu erledigen. Das hat er mit einer Klasseleistung getan", sagte Mannschaftskollege Arnold Bruggink, der selbst seine Tränen nach dem Spiel nicht zurückhalten konnte. Und auch Hannovers Präsident Martin Kind lobte seinen Torhüter. "Es war eine schwere Situation für ihn. Er hat sehr viel Ruhe ausgestrahlt."
Fromlowitz selbst wollte über seine Leistung dagegen nicht allzu viele Worte verlieren. Nach wenigen Fragen wandte er sich ab und wollte zurück in die Kabine, überlegte es sich aber anders und kam mit einer Einsicht zurück, die nicht nur für das Beantworten von Journalistenfragen gelten dürfte: "Es bringt doch eh nichts, wegzulaufen."








