Ein Tor erzielt, einen Strafstoß rausgeholt, drei Treffer vorbereitet - die Galavorstellung von Nationalspieler Mesut Özil beim 6:0 (1:0)-Kantersieg von DFB-Pokalsieger Werder Bremen bei Aufsteiger SC Freiburg am 13. Spieltag der Bundesliga warf in den Gängen des Freiburger Stadions die nicht ganz ernst gemeinte Frage auf, wie Werder eigentlich sechs Tore erzielen konnte, wo doch Özil "nur" an fünf Treffern beteiligt war.
Bremens Vorstandsboss Klaus Allofs nahm das ironische Zuspiel gekonnt an und erklärte mit einem Augenzwinkern seinen nahezu beschäftigungslosen Torwart Tim Wiese zum besten Werder-Spieler. Als es dann etwas ernster wurde, blieb ein euphorisches Lob von Allofs in Richtung Özil aus. "Ich habe vielleicht hohe Ansprüche, aber Mesut kann noch besser spielen - das gilt übrigens für viele Spieler in der Mannschaft", meinte der Vize-Weltmeister von 1986.
Allofs" Zurückhaltung im Hinblick auf Özil ist verständlich. Schließlich häuften sich zuletzt die Spekulationen über einen Wechsel des U21-Europameisters zu einem europäischen Spitzenklub. In den vergangenen Tagen war vom FC Arsenal und dem FC Sevilla die Rede.
Allofs weiß, dass Werder mit solchen Top-Vereinen nicht konkurrieren kann. Deshalb schätzt der Vorstandsboss die Chance, dass Özil seinen bis 2011 laufenden Vertrag an der Weser erfüllen wird, realistisch ein: "Wenn er einsieht, dass er in Bremen gut aufgehoben ist, dann geht es. Wenn nicht, dann geht es nicht."




