Wie heißt es so schön in Schillers "Wilhelm Tell": "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt".
Auf den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und seine aktuelle Situation nach dem Bekanntwerden der Wechsel von Top-Star Marco Reus und Mittelfeldspieler Roman Neustädter übersetzt bedeutet das, dass sich der Klub seit einigen Tagen heftiger Gerüchte um weitere Auflösungserscheinungen erwehren muss (ran.de berichtete).
So wurde in den Medien zuletzt über Abwanderungsgedanken von Lucien Favre und Innenverteidiger Dante spekuliert. Und fast scheint es so, als würden diese Gerüchte immer noch mehr zugespitzt, je verzweifelter die Verantwortlichen des Klubs wie Manager Max Eberl betonen, dass angesichts der aktuellen sportlichen und finanziellen Situation des Klubs "diese Totengräberstimmung absurd ist".
Mike Hanke hat die Lacher auf seiner Seite
Stürmer Mike Hanke jedenfalls mag darauf nur noch mit dem gebotenen Humor reagieren. Als Hanke am Mittag zur täglichen Fragestunde mit den Journalisten erschien, wartete er gar nicht erst die erste Frage ab.
Lieber preschte er selbst gleich mit einem schelmischen "Ich habe auch vor zu wechseln!" nach vorn. Die Sympathien und großes Gelächter hatte der pfiffige Blondschopf damit umgehend auf seiner Seite.
Dann aber wurde es doch noch Ernst. "Es ist Wahnsinn, was hier gerade los ist und wie versucht wird, hier eine negative Stimmung reinzubringen", empörte sich Hanke.
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Wer wird in der Saison 2011/2012 Meister?
Natürlich sei jeder enttäuscht, dass Reus und Neustädter den Klub im Sommer verlassen würden, "aber vor uns liegt jetzt noch eine gemeinsame Rückrunde, und wir haben allen Grund diese Serie positiv anzugehen. Wir sind Tabellenvierter und DFB-Pokal-Viertelfinalist, was kann es da jetzt Besseres geben?!"
Mike Hanke: "Sehr harmlose Situation"
Jedweder Weltuntergangsstimmung erteilt Hanke trotz Dauerregen und Sturmböen der Güteklasse "Andrea" eine Absage: "In der Mannschaft gibt es nur strahlende Gesichter, jeder freut sich auf die kommenden Aufgaben."
Im Übrigen hätten weder Trainer Lucien Favre noch Abwehrchef Dante, dem nun auch Wechselabsichten nachgesagt werden, erklärt, dass sie weg wollten. "Das kommt nur von euch", nahm Hanke die anwesenden Journalisten ins Gebet.
Dass das tagtägliche "Krise-herbei-schreiben" dem Teamgeist auf Dauer schaden könnte, glaubt er nicht. "Im letzten Winter hatte uns jeder längst abgeschrieben. Damals haben wir aber Stärke bewiesen. Und ich bin sicher, dass wir auch diesmal diese, im Gegensatz zur letzten Saison sehr harmlose Situation bewältigen."
















