München - Die Meldung der Verpflichtung von Star-Trainer Pep Guardiola schlug in München ein wie eine Bombe. Seitdem tauchen beim FC Bayern immer wieder Gerüchte um neue Spielverpflichtungen auf. Insbesondere die Personalie Robert Lewandowski wird heiß diskutiert. Im Interview mit "Sport-Bild" hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß sich nun erstmals über das Treffen mit dem zukünftigen Trainer geäußert.
Hoeneß kann dabei die Aufregung um mögliche Neuverpflichtungen nicht verstehen. "Da wurde über Positionen gesprochen, wo er Verbesserungen für möglich hält. Aber nicht über Namen", beteuerte der Bayern-Präsident. Die Gerüchte, über mögliche Wunschspieler von Guardiolas, seien schlichtweg falsch. "Guardiola hat bis heute auch nicht einen Spieler genannt, den er gerne hätte", ergänzte der 60-Jährige in der "Sport-Bild".
Der Bayern-Präsident sieht aufgrund der derzeitigen Leistungen auch gar keinen Handlungsbedarf. Seine Mannschaft dominiert die Liga und liegt sowohl im DFB-Pokal, als auch in der Champions League gut im Rennen. "Wenn ich mir unseren starken Kader anschaue, wird da im Sommer nicht viel passieren", stellte Hoeneß klar. Das müsse allerdings nicht heißen, dass der FC Bayern gar nicht auf dem Transfermarkt aktiv werde.
Lange Liste - viele Spekulationen
Kandidaten gibt es genügend! Neben Robert Lewandowski werden immer wieder Profis aus der spanischen Primera Division gehandelt. Benat Etxebarria von Real Betis Sevilla oder Isco vom FC Malaga sollen das Interesse von Guardiola geweckt haben. Inwiefern dies zutrifft, ist offen. Fest steht aber, dass die spanische Liga und deren Spieler dem zukünftigen Bayern-Trainer vertraut sind. Neuestes Gerücht ist das Interesse Guardiolas an Gareth Bale von den Tottenham Hotspur.
Selbst bei konkreten Vorstellungen, könnten diese Entscheidungen aber nicht allein vom Trainer getroffen werden."Bayern macht nur Transfers, die einstimmig sind. Wenn einer der wichtigen Leute seine Bedenken über Bord werfen kann, wird es gemacht. Sonst nicht", stellte Hoeneß klar.
Speziell bei der Personalie Lewandowski sieht der Bayern-Präsident die Münchner nicht unter Zugzwang. "Klar ist gar nichts. Tatsache ist, dass wir drei gute Stürmer haben. Und dass wir in keinerlei Not sind", meinte Hoeneß. Auch bezüglich der zukünftigen Transferpolitik brachte er zum Ausdruck, dass keine utopischen Ablösesummen seitens des FC Bayern zu erwarten sind. "Ich denke nicht, dass wir in den nächsten Jahren einen Spieler kaufen, der teurer ist als Martinez", beteuerte der 60-Jährige.
Allerdings liegt die Latte dabei schon sehr hoch: Immerhin haben die Münchner 40 Millionen Euro für ihren spanischen Neuzugang ausgegeben. Die Aussage von Hoeneß spricht also nicht gegen für einen Wechsel von Lewandowski, der mit Sicherheit unter 40 Millionen Euro zu haben wäre. Schwieriger wird es da bei Gareth Bale, dessen Ablöse auf sich ca. 60 Millionen Euro belaufen würde.
Auch wenn laut den Angaben von Uli Hoeneß Pep Guardiola keine Namen nennt, so dürfte auch der ehemalige Barcelona-Trainer nicht ganz wunschlos an die Säbener Straße kommen. Trotz des Gewinns der Champions League 2011 mit dem spanischen Meister wurden Neuverpflichtungen getätigt. Nicht ganz unwahrscheinlich also, dass auch der FC Bayern auf Wunsch Guardiolas noch aktiv wird.
























