Fürth - Dies gaben die Fürther am Mittwochabend bekannt - nachdem Büskens noch das Nachmittagstraining geleitet hatte.
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Ist das die richtige Entscheidung von Greuther Fürth?
"Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Jeder weiß um die Bedeutung von Mike Büskens für den Verein. Ohne ihn wären wir nicht in der ersten Liga", sagte Präsident Helmut Hack während einer Pressekonferenz: "Fakt ist aber auch, dass wir nur zwölf Punkte haben. Wir wollten einen Impuls setzen, damit sich die Dinge zum Guten wenden."
Zunächst wird U23-Trainer Ludwig Preis die Mannschaft übernehmen. Sportdirektor Rouven Schröder soll den 41-Jährigen am Sonntag im schweren Heimspiel gegen Bayer Leverkusen unterstützen. "Wir suchen intensiv einen Trainer. Er soll und wird kein Feuerwehrmann werden. Da wir zweigleisig planen müssen, brauchen wir jemanden, der auch im Abstiegsfall zu uns passt", sagte Hack, der noch am Samstag nach dem 0:1 bei Fortuna Düsseldorf behauptet hatte, Büskens müsse sich keine Sorgen um seine Zukunft machen.
Angesichts von 14 Punkten Rückstand zum rettenden Ufer und nur zwei Saisonsiegen sahen die Fürther am Mittwoch keine andere Möglichkeit, als sich nach dreieinhalb Jahren von dem Ex-Profi zu trennen. Noch vor gut zwei Wochen hatte es nach dem sensationellen 2:1-Sieg beim Champions-League-Teilnehmer Schalke 04 so ausgesehen, als ob sich die Dinge für die Fürther und ihren Trainer zum Guten wenden könnten.
Doch nach jeweils 0:1-Niederlagen gegen den VfL Wolfsburg und bei Mit-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf war Büskens' Kredit aufgebraucht. Mit ihm verließ die Franken auch Co-Trainer Mirko Reichel, der schon seit 1998 dem Klub angehörte.
Die Aussagen des Präsidenten Helmut Hack nach bitteren 90 Minuten in Düsseldorf hatten allerdings schon angedeutet, dass die Zeit großer Worte vorbei sein würde: "Das hatte nichts mit Bundesliga zu tun. Wir haben nicht die Mindest-Qualität, die man für diese Liga braucht." Dennoch betonte Hack noch am Samstag, Büskens müsse sich vorerst keine Sorgen um seine Zukunft machen.
"Das müssen wir erst einmal verarbeiten"
Nach langen Diskussionen in den Tagen nach dem Spiel rang sich der Klub am Mittwoch doch dazu durch, den Trainer zu wechseln. Schon bevor am Nachmittag die ersten Gerüchte von Büskens' Entlassung die Runde machten, hatte Hack ein Bekenntnis zum Coach vermieden. "Es geht um den Verein, nicht allein um den Trainer. Wir müssen uns mit allen Optionen beschäftigen", sagte er den Nürnberger Nachrichten: "Wir brauchen einen Impuls."
Eigentlich spricht nichts mehr für den Fürther Klassenerhalt, Büskens' Nachfolger steht vor einer "Mission Impossible". 12 Punkte und 13 Tore aus 22 Spielen - alle 165 Minuten ein Tor, 0,54 Punkte pro Spiel. Die Horror-Bilanz einer Mannschaft, die, so sah es Hack am Samstag, "so in der Bundesliga nichts zu suchen hat". Aber er sagte auch: "Wir sind noch dabei." Und solange das so bleibe, gebe es doch keinen Grund, aufzugeben.
Büskens selbst wirkte in Düsseldorf, wo er einst selbst gespielt hatte, hilflos. Der UEFA-Cup-Sieger von 1997 (mit Schalke 04), der noch einen Vertrag bis zum Saisonende besaß, flüchtete sich in Phrasen. Das Leben sei eben "nicht immer rosarot", sagte er, wer häufig hinfalle, müsse "auch immer wieder aufstehen", und das werde er tun: "Bis zum letzten Tag meines Lebens!"
Dabei war Büskens in Fürth beim Aufstieg im vergangenen Mai noch wie ein Messias gefeiert worden. Der gebürtige Düsseldorfer, der auf dem Feld ein zuverlässiger Arbeiter und als Trainer stets ein Freund ehrlicher Worte war, verlieh der Fürther Mannschaft seit seiner Amtsübernahme im Dezember 2009 immer mehr Profil. Er verpasste 2011 den Aufstieg nur knapp und erzwang ein Jahr später gemeinsam mit einer kompakten und zuverlässigen Mannschaft den in Franken so lange ersehnten und häufig so knapp verfehlten Aufstieg.
Am Abend bestätigte Kapitän Mergim Mavraj spox.com, dass die Mannschaft von der Klubführung über den Schritt informiert worden sei. "Eine Trainerentlassung ist immer eine traurige und schwierige Situation, besonders, wenn man gemeinsam Erfolge gefeiert hat", sagte Routinier Thomas Kleine dem kicker: "Das müssen wir erst einmal verarbeiten."
























