24.02.13Bundesliga

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Ein gefühlter Sieg

Die SpVgg Greuther Fürth hat nach der Trennung von Trainer Mike Büskens zwar eine Trendwende im Kampf gegen den Abstieg verpasst, aber immerhin einen "gefühlten Sieg" über Bayer Leverkusen geholt.

Wolfgang Hesl hält den Punkt für Fürth fest
Wolfgang Hesl hält den Punkt für Fürth fest © getty

Fürth - Der Aufsteiger, der von Interimscoach Ludwig Preis betreut wurde, erreichte nach einer guten, aber auch viel zu braven Leistung ein 0:0 gegen Bayer Leverkusen und blieb damit auch im zwölften Bundesliga-Heimspiel sieglos. Mit einem Sieg hätte Fürth den Rückstand auf den Relegationsplatz auf drei Punkte verkürzt.

Auch für Bayer Leverkusen war es zwei Tage nach dem Ausscheiden in der Europa League ein Spiel der verpassten Gelegenheiten. Nach dem 1:1 von Borussia Dortmund bei Borussia Mönchengladbach im Spiel am Sonntagnachmittag hätte die Werkself in der Tabelle am deutschen Meister vorbei auf Platz zwei vorrücken können. Sie kam dem dafür erforderlichen Sieg vor 14.635 Zuschauern aber kaum einmal nahe.

"Notnagel" Preis, der nach der Trennung von Büskens für maximal zwei Wochen das Traineramt in Fürth übernommen hatte, sorgte gleich mal für eine große Überraschung: Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah stand nicht mal im Kader, ebensowenig Sercan Sararer. Dafür kamen die zuletzt in der U23 unter Preis eingesetzten Thomas Pledl (18) und Johannes Geis (19) zu ihrem Bundesliga-Debüt von Beginn an.

Die Nominierung von Geis, den Büskens aus dem Profikader aussortiert hatte, war so überraschend, dass er nicht mal in der Stadionzeitung auftauchte. Allerdings stellte sich der junge Mann gleich mal anständig vor: In der 13. Minute trat er einen Freistoß aus knapp 30 Metern so wuchtig auf das Tor von Leverkusen, dass Torhüter Bernd Leno nur mit den Fäusten abwehren konnte.

Castro klärt auf der Linie

Geis stand auch auf der anderen Seite im Blickpunkt. In der 41. Minute köpfte er einen Chip von Andre Schürrle von der Torlinie. In den Sekunden zuvor hatte der Fürther Torhüter Wolfgang Hesl zweimal gegen Stefan Kießling gerettet. Bis dahin hatte die SpVgg die beste Chance besessen: Der Kopfball von Mergim Mavraj nach einem Eckball wurde aber von Gonzalo Castro von der Torlinie geschlagen (30.).

Fürth betrieb einen enorm hohen läuferischen Aufwand und konnte das Spiel spätestens nach 20 Minuten offen gestalten. Bayer kam nur selten an, geschweige denn in den Strafraum der Gastgeber. Die SpVgg versteckte sich nicht, suchte mutig den Weg nach vorne, offenbarte aber auch, warum sie in den 22 Bundesliga-Spielen unter Büskens nur 13 Treffer erzielt hatte.

Leverkusen, das im fleißigen Castro noch seinen auffälligsten Spieler hatte, war in der zweiten Halbzeit dominanter, wirkte aber insgesamt matt und einfallslos gegen die geschickt und entschlossen verteidigenden Fürther. Und dann gab es da auch noch Torhüter Hesl, der unter anderem einen allerdings schwachen Kopfball von Kießling (58.) und einen Fernschuss von Schürrle (78.) parierte.

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