München - Während die Borussia im rheinischen Derby bei Fortuna Düsseldorf eine bittere 0:1 (0:0)-Niederlage nach Verlängerung kassierte, blieben in den übrigen Zweitrunden-Spielen im DFB-Pokal wie schon am Dienstag die Favoritenstürze aus.
Hannover 96 macht es spannend
Der FC Bayern besiegte drei Tage nach dem überraschenden 1:2 gegen Leverkusen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern nach zwei Doppelpacks von Claudio Pizarro und Arjen Robben 4:0 (1:0). Ausgerechnet Bayer bekam nach dem Bayern-Coup große Probleme. Die Werkself erkämpfte sich beim Drittligisten Arminia Bielefeld erst in der Verlängerung dank des Treffers von Nationalstürmer Andre Schürrle (94.) einen 3:2 (2:2, 1:1)-Erfolg. Noch spannender machte es Hannover 96 beim 4:3-Sieg im Elfmeterschießen gegen Dynamo Dresden. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 1:1) gestanden. Nationaltorwart Ron-Robert Zieler, der den letzten Dresdner Elfmeter von Mikael Pote hielt, war der gefeierte Held.
Die Düsseldorfer ließen mit dem Sieg gegen den ungeliebten Nachbarn nicht nur ihre drei schmerzhaften Liga-Niederlagen der vergangenen Wochen verblassen, sondern dürfen trotz eines verschossenen Foulelfmeters von Jens Langeneke (84.) auch auf einen weiteren Zahltag hoffen. Gladbach verschenkte mit schlampiger Chancenverwertung seine Achtelfinal-Chance fahrlässig. Torschütze Nando Rafael (97.) erwischte die Borussia eiskalt.
Wolfsburg gewann auch das zweite Spiel nach der Entlassung von Felix Magath und unter Interimscoach Lorenz-Günther Köstner. Der überragende Diego (51.) und Bas Dost (61.) erzielten die Tore der Niedersachsen zum 2:0 (0:0) gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt.
Bayer Leverkusen muss Extraschicht einlegen
Stuttgart ließ gegen den Zweitligisten FC St. Pauli dagegen nie Zweifel aufkommen und gewann 3:0 (2:0). Ibrahima Traore und VfB-Toptorjäger Vedad Ibisevic brachten Stuttgart mit einem Doppelschlag früh auf die Siegerstraße (21./22. ), Tamas Hajnal erhöhte noch vor der Pause auf 3:0 (41.).
Leverkusen musste nach dem 4:0 in der Europa League bei Rapid Wien und dem Coup bei den Bayern überraschend zittern. Vor 23.000 Zuschauern in der Bielefelder Arena waren die couragiert aufspielenden Gastgeber durch Sebastian Hille nach zehn Minuten in Führung gegangen, doch die spielbestimmenden Leverkusener glichen durch Jens Hegeler (23.) schnell aus und wähnten sich nach dem 2:1 durch Manuel Friedrich (56.) schon fast am Ziel. Tom Schütz erzwang allerdings die Verlängerung (82.). In der Verlängerung sah der Bielefelder Christian Müller noch die Gelb-Rote Karte (117.).
Für Leverkusen war es der erste Erfolg auf der "Alm" seit 13 Jahren. Bielefeld musste sich wie schon beim bisher einzigen Pokalduell im Achtelfinale der Saison 1997/98 den Rheinländern geschlagen geben.
Offenbacher Kickers überraschen
Das finanziell angeschlagene Zweitliga-Schlusslicht Duisburg musste derweil einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Der Pokal-Finalist von 2011 verlor in Karlsruhe 0:1 (0:0) und muss nun auf dringend benötigte Mehreinnahmen verzichten. Dem Ex-Bundesligisten KSC, momentan nur Tabellenneunter der 3. Liga, gelang dagegen nach dem 4:2 in der ersten Runde gegen den Hamburger SV ein weiterer Pokal-Coup.
Das Tor des Tages erzielte Dennis Kempe per Kopf in der 88. Minute. Acht Minuten zuvor hatte der MSV Goran Sukalo verloren, der Kapitän sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Nach dem Karlsruher Siegtreffer brannten MSV-Torwart Felix Wiedwald die Sicherungen durch. Er sah Rot, nachdem er den Ball in Richtung Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) geworfen hatte.
Als weiterer Drittligist erreichte Offenbach das Achtelfinale. Die Hessen besiegten Union mit 2:0 (0:0). Mathias Fetsch brachte die Kickers mit einem abgefälschten Schuss in Führung (75.). Für die Entscheidung sorgte der eingewechselte Stefan Vogler (85.). Es war das 13. Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage für die Offenbacher.































