25.02.13DFB-Pokal

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Verpatzte Generalprobe als Glückbringer?

Eine ausverkaufte Allianz Arena, Flutlicht und ein "do-or-die-game" mit den beiden besten deutschen Mannschaften als Hauptdarsteller - der Pokal-Hit zwischen dem designierten Meister Bayern München und dem amtierenden Meister Borussia Dortmund (Mittwoch ab 20.15 Uhr im Liveticker) zieht alle in seinen Bann. Die Generalproben für dieses große Fußball-Theater hätten auf den ersten Blick allerdings unterschiedlicher kaum verlaufen können.

Treffen am Mittwoch aufeinander: Javi Martinez und Mario Götze (r.)
Treffen am Mittwoch aufeinander: Javi Martinez und Mario Götze (r.) © Getty

München - 17 Punkte liegen in der Bundesliga mittlerweile zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund. Die Rollen scheinen vor dem Duell der Giganten klar verteilt - die Hausherren werden am Mittwoch das Grün der Allianz Arena als Favorit betreten. Und das ist nach vergangenen beiden Spielzeiten Balsam für die bayrische Seele. "Es ist das Spiel der zwei besten deutschen Mannschaften, es wird spannend und qualitativ hochwertig werden", glaubt Karl-Heinz Rummenigge. Der souveräne Tabellenführer will seine Dominanz auch im direkten Duell mit der Borussia aus Dortmund (Mittwoch ab 20.15 Uhr im Liveticker) unter Beweis stellen. Rummenigge droht der Borussia bereits: "Der FC Bayern ist gut vorbereitet."

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Wer mag dem Vorstandsvorsitzenden da widersprechen? Sechs Spiele, sechs Siege bei 19:1-Toren - die Rückrunden-Bilanz des Rekordmeisters liest sich beeindruckend. Die Heynckes-Elf befindet sich in einer herausragenden Verfassung und es scheint fast keine Rolle zu spielen, wer in der Anfangself steht. Beim deutlichen 6:1-Heimsieg gegen Werder Bremen veränderte der Bayern-Coach seine Startelf im Vergleich zum Spiel beim FC Arsenal gleich auf sechs Positionen. Mit Erfolg.

Der zuletzt immer wieder stänkernde Arjen Robben spielte wie aufgedreht, sein Reservisten-Kollege Mario Gomez schnürte einen Doppelpack. Alles lief wie von selbst und das auch noch ohne den Strategen. Bastian Schweinsteiger war noch nicht einmal im Kader (!) und schaute sich das Torfestival stattdessen von der Tribüne aus an. Da drängt sich zwangsläufig die Frage auf: Wer soll diese Bayern eigentlich noch stoppen?

In der Bundesliga kommt kein Team mehr in Frage. Im DFB-Pokal ruhen am Mittwoch aber alle Hoffnungen auf Borussia Dortmund. Es ist schließlich nur ein Spiel, ein K.o.-Spiel, in dem alles möglich ist. Und der BVB weiß, wie die Gastgeber zu knacken sind. In den vergangenen sechs Pflichtspielen gegen den Spitzenreiter feierten die Borussen fünf Siege und ein Remis.

Reus ist "heiß" auf die Bayern

Der Angstgegner der Münchener aus den vergangenen beiden Jahren hat seine Generalprobe für den Pokal-Kracher allerdings gründlich verpatzt. Bei Borussia Mönchengladbach kam die Elf von Trainer Jürgen Klopp trotz einer überlegen geführten Partie nur zu einem unnötigen und ärgerlichen 1:1-Remis. "Über 60 Minuten haben wir ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht. Es gibt schlimmere Dinge, als in Gladbach unentschieden zu spielen. Glücklich sind wir aber nicht", sagte Klopp.

Seine Mannen hakten den Punktverlust dagegen schnell ab und legten den Fokus nach der Partie bereits auf den kommenden Mittwoch. "Das wird mal ein richtig schöner Fight. Wir sind heiß", freut sich Marco Reus auf die Begegnung. Hoffnung macht dabei nicht nur die Statistik. Schließlich heißt es im Theater, dass verpatzte Generalproben Glück bringen. Allerdings lief auch beim FC Bayern gegen Werder Bremen nicht alles perfekt. Nach ihren zuvor fünf Zu-Null-Siegen ließen die angehenden deutschen Meister mal wieder ein Gegentor zu: "Darüber sind wir ein bisschen verärgert", sagte Heynckes über den Treffer von Bremens Kevin De Bruyne (58.).

So sind die Voraussetzungen also doch fast identisch. Beide haben keine perfekten Generalproben abgeliefert, beide wollen eine gute Inszenierung abliefern und sind heiß auf dieses Alles-oder-Nichts-Spiel, in dem alles möglich ist. An Spannung und Dramatik dürfte es demnach nicht fehlen. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen für ein großes Fußball-Theater.

© ran.de / Robin Schmidt

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