Spanien - Italien (20:45 Uhr)
Spanien hat bei Welt- und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen von bisher elf Duellen mit Italien nur ein einziges für sich entscheiden können: Das erste, bei Olympia 1920 (2:0). Seither gab es fünf Niederlagen und fünf Unentschieden (der "Sieg" im EM-Viertelfinale 2008 nach Elfmeterschießen wird als Unentschieden gewertet).
Das 1:1 in der Vorrunde hat gezeigt: Spaniens Spielweise liegt der taktisch disziplinierten italienischen Mannschaft. In der Gruppenphase trotzte Italien den Spaniern mit einem 3-5-2-System ein verdientes 1:1 ab.
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Trainer Cesare Prandelli diesmal auf ein 4-4-2-System mit Raute zurückgreift. Wie Deutschland schmerzhaft zu spüren bekam, agiert die italienische Elf in dieser Formation ebenso enorm kompakt.
Prandelli: Keine Angst vor Spanien
"Wir haben keine Angst vor den Spaniern. Deutschland war erst der Anfang", sagt Prandelli.
Die Spanier haben derweil großen Respekt. "Das Gruppenspiel gegen sie war sehr hart", sagt Fàbregas: "Auch diesmal wird es verdammt schwer, aber der Sieger wird auch ein verdienter Champion sein."
Ramos: "Wir sind beunruhigt"
Ramos gibt gar zu: "Wir sind durchaus ein bisschen beunruhigt." Und Trainer Vicente del Bosque macht sich ein wenig Sorgen, "weil meine Spieler müde sind".
Italien weiß, wie man die spanische Passmaschine aus dem Tritt bringt: Aggressiv pressen, konsequent aufschieben und die Spanier durch ein gezieltes Anlaufen dazu zwingen, das Spiel über die Außen aufzuziehen.
Spanien wird sich gegen den Angstgegner also etwas anderes einfallen lassen müssen.
Die voraussichtlichen Aufstellungen
Spanien: Casillas - Arbeloa, Piqué, Sergio Ramos, Jordi Alba - Busquets - Xavi, Xabi Alonso - Silva, Iniesta - Fabregas
Italien: Buffon - Balzaretti, Barzagli, Bonucci, Chiellini - Pirlo, de Rossi - Marchisio, Montolivo - Balotelli, Cassano
Schiedsrichter: Pedro Proença (Portugal)




















