Pep Guardiola: Spanien braucht keinen Stürmer
Ex-Barca-Coach Josep Guardiola verteidigt die umstrittene 4-6-0-Taktik von Nationalcoach Vicente del Bosque: "Mit oder ohne Mittelstürmer zu spielen, ist für Spanien das Gleiche. Die Mannschaft ist in guten Händen. Vicente del Bosque ist der bestmögliche Trainer für die Selección. Es können neben den Stürmern auch andere Spieler Tore schießen", so Guardiola zum indonesischen TV-Sender "RCTI".
Für das Finale zeigt er sich optimistisch: "Ich glaube, dass Spanien gewinnt und Geschichte schreiben wird. Spanien steht zum dritten Mal in vier Jahren im Finale - das ist ein Erfolg, den sonst kein anderes Team vorweisen kann."
Cassano will es den Spaniern zeigen
Italiens Stürmer Antonio Cassano geht mit einer Sonderportion Motivation ins Finale, denn er hat mit den Spaniern noch ein Hühnchen zu rupfen: "Für mich hat es bei Real Madrid nicht gut funktioniert. Sie sagten, ich wäre fett und wussten mich nicht zu schätzen. Jetzt brenne ich darauf, die Dinge zurecht zu rücken", warnt der 29-Jährige die Spanier in der Sportzeitung "as" schon mal vor.
Cassano wechselte 2006 zu den Königlichen, kam dort wettbewerbsübergreifend aber nur auf 24 Spiele und zwei Tore. Im Sommer 2007 ging er schließlich zu Sampdoria Genua.
Spanische Fans wollen Llorente sehen
Die Frage, wer die mögliche spanische Sturmspitze sein soll, beschäftigt auch die spanischen Fans. Bei einer Umfrage der spanischen Sportzeitung "as" kommt es dabei zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pedro vom FC Barcelona und Fernando Llorente von Athletic Bilbao, der noch keine EM-Minute im Einsatz war. Llorente kommt demnach auf 7495 Stimmrn, Pedro auf 7386.
Fernando Torres und Cesc Fabregas, beide bereits Torschützen dieser EM, erhielten hingegen nur 5820 bzw. 5737 Stimmen. Auf den restlichen zehn Positionen herrscht derweil Einigkeit. Spitzenreiter der Umfrage ist Andés Iniesta mit 17.374 Stimmen für einen Platz in der Startelf.
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Wer wird Europameister 2012?
In Kiew mit dem Geist von Berlin
Gianluigi Buffon beschwört vor dem Finale den Geist von 2006: "Die Emotionen und der Glaube an den Sieg sind wie 2006. Es gibt eine Menge Ähnlichkeiten", so Buffon zur "Gazzetta dello Sport".
Besonders freut er sich auf das Duell mit Iker Casillas: "Er ist ein fantastischer Torwart, vor dem ich viel Respekt habe. Letzte Saison war ich nur der 150.-beste Torhüter der Welt, nun habe ich die Chance, Europameister zu werden."
Hoher Besuch bei den Spaniern
Die spanische Mannschaft wird auf der Tribüne in Kiew von prominenten Besuchern unterstützt: Der spanische NBA-Star Pau Gasol wird ebenso im Stadion sein wie Rafael Nadal - frühem Wimbledon-Ausscheiden sei Dank - und Fernando Alonso, der ein rennfreies Wochenende hat.
Von oberster Stelle wird das königliche Prinzenpaar anwesend sein. Am meisten freut sich die "Selección" aber wohl über die Unterstützung ihrer verletzten Teamkollegen David Villa und Carles Puyol.
Prandelli: Mit Aggressivität und Pirlo zum Erfolg
Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli bietet der "Gazetta dello Sport" erste Einblicke in seinen Plan für das Finale: "Wir müssen Überzahl erzeugen und, wenn möglich, den Ball laufen lassen. Ich glaube, nur so kann an gewinnen. Wir müssen proaktiv spielen, die Räume eng machen, Ballbesitz haben und fokussiert bleiben. Unser Mittelfeld hat viel Qualität, Pirlo lässt auch die Mitspieler glänzen. Wir werden versuchen, ihn in eine Position zu bringen, in der er am besten zur Geltung kommt."
Die voraussichtlichen Aufstellungen
Spanien: Casillas - Arbeloa, Piqué, Sergio Ramos, Jordi Alba - Busquets - Xavi, Xabi Alonso - Silva, Iniesta - Fabregas
Italien: Buffon - Balzaretti, Barzagli, Bonucci, Chiellini - Pirlo, de Rossi - Marchisio, Montolivo - Balotelli, Cassano








































