Kiew/München (SID) - UEFA-Präsident Michel Platini stößt mit seiner Idee einer europaweiten EM-Endrunde 2022 auf Kritik bei den Fans. "Ganz offensichtlich stehen auch bei diesem Vorschlag wieder einmal die Vermarktungsinteressen im Vordergrund, während die Interessen des Fußballsports und seiner Fans hinten runterfallen würden", sagte Michael Gabriel, Leiter der deutschen Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), dem Sport-Informations-Dienst (SID).
Fantastische Erfahrungen vieler Fans wie bei der EM 2012 in Lwiw, Charkow oder Danzig "würden dann der Vergangenheit angehören", sagte Gabriel: "Wer will denn schon zum hundertsten Mal nach Mailand, Manchester oder Paris?"
Sinnvoller sei aus Perspektive der KOS laut Gabriel, "gerade den großen Erfolg der EURO in Polen und der Ukraine zum Anlass zu nehmen, die hohen Anforderungen für Austragungsländer zurückzuschrauben, damit sich auch in Zukunft kleinere Nationen bewerben können".
Platini hatte seinen Vorschlag am Samstag im Anschluss an eine Exekutivsitzung am EM-Endspielort Kiew öffentlich gemacht. Bis zum Januar kommenden Jahres soll eine Entscheidung fallen.





