Mönchengladbach - Matchwinner Igor de Camargo genoss seinen großen Auftritt in vollen Zügen. Von den Fans bejubelt und den Mitspielern geherzt verließ der Stürmer von Borussia Mönchengladbach mit einem strahlenden Lächeln und ganz in Schwarz gekleidet um kurz vor Mitternacht die Stätte seines Triumphs. Zuvor hatte de Camargo sein Team als Joker mit einem Doppelpack beim 2:0 (0:0)-Erfolg gegen AEL Limassol in die K.o.-Runde der Europa League geschossen. Der 29-Jährige nutzte die Gunst der Stunde zur Forderung nach einem Stammplatz.
Igor de Camargo: "Ich will immer spielen"
"Ich will immer spielen. Auf der Bank kann ich nicht so viel machen", erklärte der in der 74. Minute eingewechselte Angreifer nach seinen beiden wichtigen Toren gegen Zyperns Meister in der Schlussphase (79. und 90.+1) und fügte mit Blick auf die restlichen fünf Spiele bis zur Winterpause in der Fußball-Bundesliga an: "Ich bin hier, um meine Arbeit zu machen. Der Trainer weiß, was ich kann. Ich will weiter Tore schießen."
Mit dem bisherigen Saisonverlauf kann der Belgier nicht zufrieden sein. Erst in drei Begegnungen bot ihn Trainer Lucien Favre in der Liga von Beginn an auf, ein Treffer lautet die magere Ausbeute in der Meisterschaft. Das Gespräch mit Favre hat de Camargo längst gesucht. "Aber das ist eine interne Sache, die ich mit dem Trainer in der Kabine diskutiere", so der Angreifer, der im Sommer 2010 zum fünfmaligen deutschen Meister gewechselt war.
Igor de Camargo schließt vorzeitigen Abschied aus
Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück. Ein Mann der wichtigen Tore war de Camargo aber schon in der Vergangenheit. Im Relegations-Hinspiel gegen den VfL Bochum schoss er beim 1:0 den Siegtreffer, zu Beginn der märchenhaften Saison 2011/12 traf er beim richtungsweisenden Erfolg in München (1:0).
Nun will sich de Camargo seinen Platz in der Startformation von Mike Hanke zurückerobern, wenn möglich schon am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) im Spiel beim FC Augsburg. "Ich hoffe, jedes Spiel von Anfang an zu spielen. Aber das ist die Entscheidung des Trainers. Die muss ich respektieren", so de Camargo, der bei der Borussia noch einen Vertrag bis Juni 2014 besitzt und noch nicht an einen vorzeitigen Abschied gedacht hat: "Ich will hier bleiben. Viele Leute haben mich gerne."
Max Eberl unzufrieden
Und in der Europa League warten nach dem Einzug in die Zwischenrunde weitere Aufgaben. Daran wollte Sportdirektor Max Eberl nach dem müden Kick gegen den krassen Außenseiter Limassol aber (noch) nicht denken. "Ich ärgere mich über die Art und Weise. Wir haben ein sehr kleines Herz bewiesen. Richtig freuen kann ich mich noch nicht", meinte Eberl. Weitere Auftritte auf dem internationalen Parkett und damit verbundene Einnahmen werden aber auch bei Eberl noch Freude aufkommen lassen.


































































