21.02.13Europa League

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Hannover mit dem Rücken zur Wand

Hannover 96 steht vor dem Rückspiel der Europa-League-Zwischenrunde (ab 19.45 Uhr im Livestream und ab 20.15 Uhr auf kabeleins) mit dem Rücken zur Wand. Im Hinspiel verloren die Niedersachsen bei Anschi Machatschkala mit 1:3. Vor allem die Abwehr bereitet Sorgen.

Wollen im Rückspiel Samuel Eto'o (r.) und Anschi Machatschkala die Stirn bieten: Hannover 96 und Manuel Schmiedebach
Wollen im Rückspiel Samuel Eto'o (r.) und Anschi Machatschkala die Stirn bieten: Hannover 96 und Manuel Schmiedebach © getty

Hannover - 90-Millionen-Euro-Angriff gegen Wackel-Abwehr, Samuel Eto'o gegen Christian Schulz, Willian gegen Sebastien Pocognoli: Auf dem Papier steht Hannover 96 vor dem Rückspiel in der Zwischenrunde der Europa League gegen Anschi Machatschkala (Hinspiel 1:3) vor einer (fast) unlösbaren Aufgabe.

"Es stimmt, dass nicht wirklich Waffengleichheit besteht", sagte Sportdirektor Jörg Schmadtke vor dem Spiel am Donnerstag (ab 19.45 Uhr im Livestream und ab 20.15 Uhr auf kabeleins). Aber aufgegeben haben sich die "Roten" deshalb noch nicht: "Es ist eine schwierige, aber machbare Aufgabe. Mit unserer Heimstärke sind wir nicht chancenlos." Hannover hat nur eins seiner 13 Europapokal-Heimspiele verloren, ein 2:0 würde reichen, um erneut ins Achtelfinale einzuziehen.

Abwehrschwäche muss abgestellt werden

Doch der größte Feind der Niedersachsen ist ihre eklatante Abwehrschwäche. In dieser Saison kassiert die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka nur rund alle fünf Spiele keinen Gegentreffer. Die löchrige Defensive ist auch nur dann dicht, wenn es gegen Gegner wie 1899 Hoffenheim oder Greuther Fürth geht - Klubs, die nicht gerade für ihre furchteinflößenden Angreifer bekannt sind. Und nach ihrer Hinspiel-Pleite können sich die 96er nicht einigeln. "Wir müssen risikoreich nach vorne spielen", sagte Slomka, dessen Defensive in allen Wettbewerben zusammen 63 Gegentreffer zugelassen hat: "Es wird nicht leicht, aber wir sind nicht chancenlos und hoffen auf ein frühes Tor."

Eto'o, Willian, Mbark Boussoufa und Lacina Traore: Anschi, der neureichste unter den neureichen Klubs aus Russland, reist mit geballter Offensiv-Power nach Hannover. Zusammen ist das Quartett rund 90 Millionen Euro wert. Schon im Hinspiel haben die schnellen, wendigen und immer gefährlichen Angreifer Hannovers Abwehr phasenweise schwindelig gespielt - doch der Traum vom Einzug ins Achtelfinale wird in Hannover gelebt.

Abdellaoue vom Weiterkommen überzeugt

Stürmer Mohammed Abdellaoue hat das Überraschungsteam der Vorsaison noch nicht abgeschrieben und fordert: "Mutig auftreten, bereit sein zum Risiko und mit der Überzeugung antreten, dass wir es schaffen können." Der 27-Jährige ist von der Chance aufs Weiterkommen überzeugt: "Von uns wird Leidenschaft gefordert werden. Wir sind bereit." Doch die Fans scheinen nicht an die Wende zu glauben - Hannover erwartet nur rund 30.000 Zuschauer.

Präsident Martin Kind sieht seinen Klub an einer "Weggabelung" angekommen - und vor richtungsweisenden Spielen. Knapp 41 Stunden nach dem Spiel gegen Anschi empfängt 96 den Hamburger SV zum Nordderby. Ein Schlüsselspiel im Kampf um die erneute Qualifikation für den Europapokal gegen einen direkten Konkurrenten. Hannover soll nach dem Willen Kinds endlich eine nationale Marke werden.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Hannover: Zieler - Chahed, Djourou, Schulz, Pocognoli (Pander) - Schmiedebach, da Silva Pinto - Schlaudraff, Huszti - Ya Konan (Abdellaoue), Diouf.

Machatschkala: Gabulow - Agalarow, Joao Carlos, Ewerton, Jeschtschenko - Diarra, Achmedow - Willian, Boussoufa - Eto'o, Traore.

Schiedsrichter: Jonas Eriksson (Schweden)

Die deutschen Teams in der Europa League:

Vorschau: Hannover 96 vs. Anschi Machatschkala

Vorschau: Benfica Lissabon vs. Bayer Levenkusen

Vorschau: KRC Genk vs. VfB Stuttgart

Vorschau: Lazio Rom vs. Borussia Mönchengladbach

© SID

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