Marseille - Sie entrollten ein Spruchband mit der Aufschrift "Free Palestine" und sangen in deutscher Sprache "Juden Tottenham". Beim 1:0 von Fenerbahce Istanbul bei Olympique Marseille randalierten türkische Fans und versuchten, den Rasen zu stürmen.
"Wir sind betrübt"
Die Türken zündeten zudem Bengalos und lieferten sich Handgreiflichkeiten mit Ordnungskräften. Sondereinsatzkräfte der Polizei wurden zur Verstärkung gerufen, um die Randalierer in den Griff zu bekommen. Drei Personen wurden festgenommen.
Derweil forderte der englische Fußball-Verband FA die UEFA am Freitag zu einer Untersuchung auf. "Wir sind betrübt und alarmiert über die Ausschreitungen von Gesänge", sagte ein FA-Sprecher. Vor der Begegnung waren Spurs-Anhänger in einem Lokal angegriffen worden. Die Polizei nahm zwei Hooligans des Erstligisten AS Rom fest, italienische Medien spekulieren über Absprache zwischen Anhängern der eigentlich rivalisierenden Klubs Lazio und AS.
Den festgenommen Rowdys wird versuchter Mord vorgeworfen. Ermittlungen laufen gegen insgesamt 15 Personen. Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff seit längerer Zeit geplant war und ebenfalls einen antisemitischen Hintergrund hat.
Die Ermittler berichteten, dass die Rowdys gezielt auf die Tottenham-Anhänger in einem Lokal auf dem Platz Campo dei Fiori losgegangen seien. Dabei wurden zehn Fans verletzt, ein Engländer musste mit schweren Stichwunden notoperiert werden.
In einer ersten Reaktion auf den Vorfall wies Lazio die Vermutung, es habe sich bei den Angreifern um Lazio-Fans gehandelt, als grundlos zurück.








































