"Ich vermute, dass Armstrongs Anwälte mit den Parteien, die er beschissen hat, vor seiner vermeintlichen TV-Beichte umfassende Verhandlungen geführt haben", sagte der Heidelberger Professor für Molekularbiologie der Tageszeitung Die Welt.
Franke: "US-Gerichte sind nicht zimperlich"
Aus Frankes Sicht sei es für Armstrong das Wichtigste, nicht vor Gericht unter Eid aussagen zu müssen. "Dort könnte er Dinge gefragt werden, die bis jetzt noch gar nicht bekannt sind. Bei der Wahrheitsfindung sind die amerikanischen Gerichte nicht zimperlich. Die haben Marion Jones nicht irgendwo nach New York ins Gefängnis gesteckt, sondern solche Leute werden bevorzugt in Staaten wie Alabama oder Louisiana untergebracht. Da tut Knast noch ein bisschen mehr weh", sagte der 72-Jährige.
Dass dem Radsport nach dem Fall Armstrong ein Neuanfang gelingt, glaubt er nicht. "Bei einer jeweils höheren Stufe von Dopingkorruption wurde immer gesagt, jetzt ist die Zeit für einen Neuanfang gekommen. Die nächste Stufe des Dopings läuft doch schon", sagte Franke.
Der 41-jährige Armstrong hatte zuvor angeblich in einem Interview mit Star-Moderatorin Oprah Winfrey eine Dopingbeichte abgelegt. Die am Montag in Texas aufgezeichnete Sendung wird allerdings erst am Donnerstag im Oprah-Winfrey-Network (OWN) ausgestrahlt.



