23.01.13Australien Open

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Australian Open: Serena Williams überraschend ausgeschieden

Sloane Stephens hat im Viertelfinale der Australian Open für eine faustdicke Überraschung gesorgt und Top-Favoritin Serena Williams aus dem Turnier geworfen.

Faire Gratulation: Serena Williams (r.) beglückwünscht Sloane Stephens (r.)
Faire Gratulation: Serena Williams (r.) beglückwünscht Sloane Stephens (r.) © AFP

Melbourne - Topfavoritin Serena Williams ist bei den Australian Open in Melbourne völlig überraschend schon im Viertelfinale ausgeschieden. Die an Position drei gesetzte Wimbledonsiegerin musste sich im amerikanischen Generationenduell der 19-jährigen Sloane Stephens in 2:17 Stunden mit 6:3, 5:7, 4:6 beugen.

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Erste Niederlage nach 22 Siegen

Enttäuscht verließ die Williams die Rod-Laver-Arena, während Stephens von den 15.000 Zuschauern frenetisch gefeiert wurde. "Ich kann es nicht fassen, oh meine Güte. Meine Großeltern zuhause werden ausflippen. Sie haben alles am Computer gesehen", sagte Stephens.

Es war die erste Niederlage von Williams nach zuvor 22 Erfolgen in Serie. Seit den French Open Ende Mai 2012 hatte die 15-malige Grand-Slam-Siegerin nur einmal verloren - Mitte August in Cincinnati gegen Angelique Kerber (Kiel). Damit verpasste die jüngere der Williams-Schwestern auch die Chance, nach dem ersten Major-Turnier des Jahres wieder die Führung im WTA-Ranking zu übernehmen.

Die Weltranglisten-25. Stephens steht nach dem größten Triumph ihrer bisherigen Karriere erstmals im Halbfinale eines Grand-Slam-Tournaments. Dort trifft der Teenie bereits am Donnerstag auf Titelverteidigerin Wiktoria Asarenka. Die topgesetzte Weißrussin hatte im ersten Viertelfinale des Tages die ungesetzte Swetlana Kusnezowa (Russland) 7:5, 6:1 bezwungen.

Roger Federer ein "glücklicher Sieger"

Serena Williams musste im zweiten Satz beim Stand von 5:4 wegen einer Rückenverletzung eine medizinische Auszeit nehmen. Im dritten Durchgang zertrümmerte die 31-Jährige aus lauter Frust ihr Racket, pfefferte es unter ihre Bank und erhielt eine Verwarnung. US-Open-Gewinnerin Williams, die in der vergangenen Saison eine Bilanz von 58:4 Siegen hatte, unterliefen 48 unbedrängte Fehler. Sie ermöglichte Stephens acht Breakchancen, von denen diese fünf nutzte. Im anderen Semifinale stehen sich am Donnerstag die an Position zwei gesetzte Russin Maria Scharapowa und Li Na (China/Nr. 6) gegenüber.

Für Andy Murray bleiben die Australian Open ein gutes Pflaster: Der britische US-Open-Sieger zog durch ein lockeres 6:4, 6:1, 6:2 gegen den ungesetzten Franzosen Jeremy Chardy ins Halbfinale von Melbourne ein. Dort wartet auf den 25-jährigen Murray am Freitag auf Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer (Schweiz/Nr. 2), der nach einer arbeitsreichen Spätschicht zum zehnten Mal in Folge das Halbfinale der Australian Open in Melbourne erreicht hat. Der Schweizer bewies beim 7:6 (7:4), 4:6, 7:6 (7:4), 3:6, 6:3 gegen den an Position sieben gesetzten Franzosen Jo-Wilfried Tsonga vor allem in den entscheidenden Phasen kühlen Kopf.

Nach 3:34 Stunden verwandelte der 31-jährige Federer seinen fünften Matchball und ließ sich von den 15.682 Zuschauern in der ausverkauften Rod-Laver-Arena feiern. "Das war ein enges Match. Jo hat aggressiv gespielt und stark returniert. Ein bisschen fühle ich mich wie ein glücklicher Sieger", sagte der "FedExpress".

© SID

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