Melbourne - Der Weltranglisten-19. Kohlschreiber besiegte den Qualifikanten Amir Weintraub (Israel) nach einer souveränen Vorstellung mit 6:2, 7:6 (7:4), 6:4. Im Match um den Sprung ins Achtelfinale trifft der 29-jährige Kohlschreiber am Samstag auf Milos Raonic (Kanada/Nr. 13).
Dagegen sind Florian Mayer, Qualifikant Daniel Brands, Benjamin Becker und Annika Beck in der zweiten Runde ausgeschieden. Der an Position 25 gesetzte Mayer unterlag überraschend dem Litauer Ricardas Berankis in nur 77 Minuten mit 2:6, 3:6, 1:6. Der 31-jährige Becker stand beim 2:6, 4:6, 2:6 gegen den früheren US-Open-Gewinner Juan Martin del Potro auf verlorenem Posten.
Brands trotz starker Leistung raus
Qualifikant Brands zeigte gegen den australischen Hoffnungsträger Bernard Tomic auf dem Centre Court eine starke Leistung, unterlag dem Sydney-Sieger aber nach hartem Kampf mit 7:6 (7:4), 5:7, 6:7 (4:7), 6:7 (8:10). Die 18-jährige Beck musste sich in ihrem ersten Zweitrunden-Match bei einem Grand-Slam-Turnier mit 2:6, 0:6 der Japanerin Ayumi Morita geschlagen geben.
Am Donnerstag hatte beim ersten Major-Tournament des Jahres noch Benjamin Becker (Orscholz) die Chance, die dritte Runde zu erreichen. Am Mittwoch hatten bereits die Weltranglistenfünfte Angelique Kerber (Kiel) und ihre Fed-Cup-Kollegin Julia Görges (Bad Oldesloe) ihre Zweitrunden-Spiele souverän gewonnen.
Bei dem mit einem Rekordpreisgeld von insgesamt 31,1 Millionen Dollar dotierten Hartplatzturnier hatten 14 deutsche Profis im Hauptfeld gestanden. Sechs davon waren in der Auftaktrunde gescheitert.
Fauxpas mit Racket: Williams riskiert dicke Lippe
Für Topfavoritin Serena Williams läuft es bei den Australian Open irgendwie noch nicht so richtig rund. Zwar erreichte die 15-malige Grand-Slam-Siegerin aus den USA durch ein 6:2, 6:0 gegen Garbine Muguruza (Spanien) locker die dritte Runde von Melbourne, doch wie bereits in ihrem Auftaktmatch sorgte Williams für eine Schrecksekunde.
Während eines Ballwechsels schlug sich die 31-Jährige nach einer Vorhand ihren Schläger an den Mund. Die Unterlippe platzte auf. "Ich dachte nur, 'oh nein, mir darf kein Zahn rausfallen, das wäre furchtbar'", berichtete Williams.
Auch die topgesetzte Wiktoria Asarenka gab sich keine Blöße. Die Weißrussin zog durch das 6:1, 6:0 gegen Eleni Daniilidou (Griechenland) souverän in die dritte Runde ein. Die topgesetzte Weißrussin hatte vor einem Jahr in Melbourne ihren ersten und bislang einigen Grand-Slam-Titel gewonnen und die Führung in der Weltrangliste übernommen.
Roger Federer souverän
Roger Federer bleibt bei den Australian Open auf Erfolgskurs und hat seinen fünften Melbourne-Titel weiter fest im Visier. Der Grand-Slam-Rekordsieger aus der Schweiz hatte beim 6:3, 6:4, 6:4 in der zweiten Runde gegen den früheren ATP-Weltmeister Nikolai Dawidenko (Russland) wenig Probleme.
Im Kampf um einen Platz im Achtelfinale trifft der Weltranglistenzweite Federer am Samstag auf den australischen Hoffnungsträger Bernard Tomic, der am Donnerstag den Qualifikanten Daniels Brands (Deggendorf) ausgeschaltet hatte.





















