03.01.13Biathlon

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Biathlon: DSV-Staffel bei Fehler-Festival auf Rang drei

Zwei Strafrunden waren am Ende zuviel: Miriam Gössner und Co. haben im dichten Nebel von Oberhof in der Staffel den ersehnten ersten Heimsieg seit fünf Jahren verpasst, mit Rang drei aber für einen Lichtblick zum Auftakt der Biathlon-Festwoche am Grenzadler gesorgt.

Führte die deutsche Damen-Staffel als Schlussläuferin auf Rang drei: Biathletin Nadine Horchler
Führte die deutsche Damen-Staffel als Schlussläuferin auf Rang drei: Biathletin Nadine Horchler © dpa

Oberhof - Im Thüringer Wald musste sich das Quartett Tina Bachmann (Schmiedeberg), Gössner (Garmisch), Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) sowie Nadine Horchler (Willingen) bei strömendem Regen vor 15.000 Zuschauern den Staffeln aus der Ukraine und Frankreich geschlagen geben.

Miriam Gössner patzt

Ausgerechnet Shootingstar Gössner verballerte dabei in Führung liegend einen möglichen Erfolg. "Ich habe einfach nichts mehr gesehen. Ich habe auf das Diopter geschaut und es war nur grau. Das nächste mal versuche ich, es einfach wieder besser zu machen", sagte Gössner, nachdem sie beim Stehendschießen gepatzt und sich zwei Strafrunden erlaubt hatte.

Im Ziel hatte der amtierende Staffel-Weltmeister Deutschland nach acht Nachladern und den beiden Strafrunden 1:47,3 Minuten Rückstand auf die Ukrainerinnen, die ihrerseits nur fünf Zusatzpatronen benötigten. Beim ersten Mannschafts-Rennen im WM-Winter in Hochfilzen hatte die Staffel des Deutschen Skiverbandes (DSV) als Vierte noch das Podest verpasst.

Der Auftakt für das ersatzgeschwächte Team von Trainer Gerald Hönig - ausgerechnet auf die erkrankte Lokalmatadorin und viermalige Staffel-Weltmeisterin Andrea Henkel hatte er verzichten müssen - in Oberhof war durchaus vielversprechend verlaufen. Ohne Nachlader traf Startläuferin Bachmann beim Liegendanschlag alle fünf Scheiben, auch ein Sturz im tiefen Schnee in der zweiten Runde hielt sie von einer weiteren fehlerfreien Serie nicht ab. Zumindest mit ihrer Leistung am Schießstand war sie dementsprechend zufrieden.

Gerald Hönig zeigt sich zufrieden

"Ich habe auch zuvor bei Wind trainiert, das kam mir heute zugute. Beim Laufen ist es mir in dem tiefen Schnee allerdings sehr schwer gefallen. Bei dem Sturz habe ich in der Kurve bewusst Abstand genommen, dann aber eine Kuhle übersehen", sagte Bachmann, die mit einer knappen halben Minute Rückstand auf Rang drei an Gössner übergab.

Nach ihrem Malheur am Schießstand zeigte diese in der Loipe erneut eine fantastische Leistung und merzte ihre Strafrunden sogar fast wieder aus. Die für Henkel ins Team gerutschte Hildebrand übernahm noch in Schlagdistanz zur Spitze und zeigte mit nur zwei Nachladern eine ansprechende Leistung, auch wenn sie die Ukrainerin auf der Schlussrunde aus den Augen verlor. "Endlich durfte ich mal mit und nicht gegen die Mädels laufen. Ich habe einfach versucht, alles zu geben", sagte Hildebrand.

Dies tat am Ende auch Horchler. Nach drei weiteren Nachladern konnte sie die vor ihr liegenden Teams aber nicht mehr unter Druck setzen, Trainer Hönig war mit der Leistung seines jungen Quartetts dennoch zufrieden. "Hätte mir das gestern jemand gesagt, hätte ich es sofort und gerne angenommen", sagte er.

Fortgesetzt wird der Weltcup in Oberhof am Freitag mit der Männer-Staffel. Für den DSV gehen Simon Schempp (Uhingen), Erik Lesser (Frankenhain), der frühere Sprintweltmeister Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) sowie Andreas Birnbacher (Schleching) an den Start.

© SID

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