Bundesliga

RB Leipzig erlebt erste Bundesliga-Krise

Code geknackt: Droht RB Leipzig jetzt das Hoffenheim-Schicksal?

Nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg geht bei RB Leipzig die Angst vor der ersten Bundesliga-Krise um. Besonders auffällig: Das Team von Ralph Hasenhüttl wird immer wieder mit den eigenen Waffen geschlagen. Ist das System RB entschlüsselt?

19.03.2017 12:45 Uhr / ran.de / Martin Jahns
RB Leipzig Krise
In den letzten zwölf Partien kassierte RB Leipzig sechs Niederlagen © imago/MIS

München - "Schade, scheiße, abhaken!" Lange wollte sich Leipzig-Stürmer Timo Werner nicht mit der 0:3-Pleite beim SV Werder Bremen herumärgern.

Schließlich ist für die Leipziger alles noch im grünen Bereich: Als Tabellenzweiter hat RB weiter beste Chancen auf einen Startplatz in der Champions League. Doch der Neu-Nationalspieler konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Leipzig in der ersten Krise seiner noch jungen Bundesliga-Geschichte steckt.

Schon vier Niederlagen in der Rückrunde 

 

"Wir müssen aufpassen, dass wir es nicht noch verbocken", warnte dann auch Werners Teamkollege Marcel Sabitzer. Zwar beträgt der Vorsprung auf Platz fünf noch neun Punkte, doch die aktuelle Formkurve zeigt deutlich nach unten. Droht am Ende gar das gleiche Schicksal wie 1899 Hoffenheim in der Saison 2008/2009, als es nach der Herbstmeisterschaft für den damaligen Aufsteiger am Ende nicht einmal mehr zum europäischen Wettbewerb reichte?

Fakt ist: In den letzten drei Spielen blieb Leipzig sieglos, in den letzten beiden gar torlos. In der Rückrunde hat Leipzig bereits vier Partien verloren. In der gesamten Hinrunde setzte es lediglich zwei Niederlagen.

Große Probleme gegen Abstiegskandidaten

Besonders auffällig: Vor allem gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel lief es zuletzt schlecht. Gegen Bremen, den VfL Wolfsburg und den Hamburger SV zog der ambitionierte Aufsteiger jeweils ohne eigenen Treffer den Kürzeren. In Augsburg reichte es nur zu einem Remis. Schon die erste Saisonpleite im Dezember gab es gegen Kellerkind Ingolstadt.

Gemeinsamkeit in allen Spielen: Leipzig wurde immer wieder ausgekontert. In der Rückrunde kassierte das Team von Trainer Hasenhüttl sechs Gegentore nach Kontern – Negativwert der Liga.

Leistungsträger bereiten Sorgen

 

Es scheint, als hätte die Bundesliga den Leipzig-Code geknackt. Ist die Mitte zugestellt, bekommt RB Probleme. Rannten in der Hinrunde noch viele Gegner ins offene Messer, schlagen nun gerade die Teams im Abstiegskampf Leipzig mit den eigenen Waffen. Da nützte auch Hasenhüttls erstmalige Umstellung auf eine Dreierkette gegen Bremen wenig.

Hinzu kommt ein plötzlicher Formknick bei Leistungsträgern der Hinrunde: Am 24. Spieltag gegen Wolfsburg musste Top-Scorer Emil Forsberg nach einer katastrophalen Vorstellung vorzeitig vom Platz. Auch in Bremen gelang dem Schweden wenig.

Länderspielpause soll Wende bringen

Mittelfeldlenker Naby Keita hat nach fulminanten Auftritten in der Hinrunde zuletzt kaum noch überzeugt und sorgte mit seinem beunruhigenden Kreislaufkollaps nach dem Wolfsburg-Spiel für weitere Fragezeichen. Und auch Werner zeigte zuletzt vor dem Tor ungeahnte Schwächen, als er in Augsburg und gegen Wolfsburg Großchancen kläglich ausließ, die wertvolle Punkte kosteten.

Von einem drohenden Absturz wollen sie in Leipzig trotz aller Probleme nichts wissen. Mittelfeldmann Diego Demme setzt auf die anstehende Länderspielpause als Hoffnungsschimmer: "Jetzt schnaufen wir mal durch und holen uns in der Länderspielpause die Frische zurück."

Nötig wäre es: Denn mit dem SV Darmstadt wartet am nächsten Bundesligaspieltag schon der nächste vermeintlich schwächere Verein, der um den Klassenerhalt kämpft.

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