Bundesliga

Telekom Cup 2017 live in SAT.1

Darauf sollte man bei Borussia Mönchengladbach achten

Ein neuer Trainer, Aufbruchstimmung, eine andere Ansprache und auch ein neues System? Die Fans werden beim Telekom Cup (Samstag ab 14:45 Uhr live in SAT.1 und im kostenlosen Livestream auf ran.de) eine veränderte Borussia erleben. ran.de sagt, worauf man achten sollte.

12.01.2017 12:47 Uhr / ran.de/Andreas Reiners

München - Dieter Hecking setzt auf Kommunikation. Deshalb verbot er im Trainingslager in Marbella gleich mal das unter Profis beliebeste Kommunikationsmittel.

Wie die "Sport Bild" berichtet, dürfen die Spieler von Borussia Mönchengladbach in der Kabine und beim Essen kein Smartphone mehr benutzen. "Ich weiß, dass die Generation ohne nicht mehr auskommt, aber sie müssen wissen, dass es nicht das Wichtigste ist im Leben. Man sollte auch persönlich kommunizieren, mal einen Spruch machen – das ist mittlerweile auch ein gesellschaftliches Problem geworden", sagte der neue Trainer der Borussia.

Hecking absolviert am Samstag (ab 14:45 Uhr live in SAT.1 und im kostenlosen Livestream auf ran.de) beim Telekom Cup den letzten Härtetest mit seiner Mannschaft vor dem Rückrundenabschluss bei Darmstadt 98 (21. Januar, 15.30 Uhr).

Und das Handyverbot ist natürlich nicht das einzige, das unter dem neuen Mann neu bei der Borussia ist. ran.de sagt, worauf man beim Telekom Cup achten sollte.

Stimmung: Dass durch Hecking der branchenübliche Effekt des neuen Besens, der gut kehrt, zumindest stimmungstechnisch eingetreten ist, betonen alle Seiten. Der 52-Jährige sei wie "ein Neustart", dazu ein "sehr sympathischer Mensch". Die Chemie stimmt, Hecking verleiht der Mannschaft und auch dem Umfeld wieder Stabilität, was sich nun auch auf den Platz übertragen soll.

Denn vor allem auch das mangelnde Selbstvertrauen führte in den Wochen vor der Winterpause zu der Negativspirale, die letztendlich zur Entlassung von Andre Schubert führte. Ergo sollte die Borussia beim Telekom Cup ein gänzlich anderes Bild abgeben. Keine hängenden Schultern mehr, kein zaghaftes Zögern, Sicherheitsbälle, stattdessen eine breite Brust, verbunden mit dem Mut zum Risiko.

"Es ist wieder Zug drin", sagte Weltmeister Christoph Kramer, Hecking ergänzte: "Es ist vieles gut gelaufen in Marbella. Ich bin davon überzeugt, dass wir zusammen erfolgreich arbeiten können."

System: Auf die Frage nach dem System will sich Hecking gar nicht festnageln lassen. Die Spieler ließen zwischen den Zeilen durchblicken, dass es Heckings Vorgänger mit der Flexibilität etwas übertrieben hatte, zuletzt kam gefühlt jegliche Größe einer Abwehrkette zum Einsatz.

In Marbella ließ Hecking im unter Schubert eingeführten 3-4-2-1 und im unter Lucien Favre perfektionierten 4-4-2 spielen. Hecking selbst hatte bei seinen Stationen das 4-2-3-1 mit einem echten Mittelstürmer favorisiert. "Mir sagt man das immer nach, dass ich dieses System aus dem Effeff beherrsche, das stimmt, aber ich werde der Mannschaft nichts auferlegen, wenn es sie behindert", sagte Hecking.

Für "sein" System steht auch nur Josip Drmic als klassischer Stoßstürmer zur Verfügung, der zudem nach seiner Knieverletzung zwar auf einem guten Weg, aber noch nicht bei 100 Prozent ist. "Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft spürt, sie kann im Spiel etwas verändern, und es wird dadurch besser", sagte Hecking. Eine Revolution wird es also kaum geben, eher ein Mittelding aus seinen Vorgängern, kombiniert mit einer stabilen Flexibilität.

Personalien: Mit einem neuen Trainer verbinden vor allem die Reservisten neue Hoffnungen auf einen Stammplatz, auf eine neue Chance. In Marbella gab es erste Anzeichen, wer das sein könnte.

So setzt Nico Schulz auf dem linken Flügel Routinier Oscar Wendt unter Druck. Auf der rechten Seite spielte sich Andre Hahn in den Fokus, Drmic könnte bald auch eine ernsthafte Alternative werden. Auch in der Schaltzentrale im defensiven Mittelfeld könnte es Härtefälle geben. Mahmoud Dahoud macht nach einer schwachen Hinrunde einen guten Eindruck, dazu ist Kramer wieder fit, Tobias Strobl ein weiterer Kandidat.

Daneben will Zugang Timothee Kolodziejczak weitere Spielpraxis sammeln. Denn dass er die benötigt, dazu die Abstimmung mit seinen Nebenleuten, wurde in Marbella deutlich. Der 25-Jährige kann in der Innenverteidigung, aber auch auf der linken Seite spielen. "Man hat gesehen, was für ein guter Spielaufbauer er ist", sagte Hecking.

Vor allem ihm spielt der Konkurrenzkampf in die Karten, die er zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht offenlegen will. "Den Druck, das sich niemand zu sicher zu sein kann, will ich haben."

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