Bundesliga

Debakel gegen Leverkusen: Hertha darf trotzdem nach Europa

Bundesligist Hertha BSC kehrt trotz eines missglückten Saisonfinals auf die internationale Bühne zurück.

20.05.2017 17:30 Uhr / SID
Hertha trotz Niederlage im Europapokal
Hertha trotz Niederlage im Europapokal © PIXATHLONPIXATHLONSID

Berlin- Bundesligist Hertha BSC kehrt trotz eines missglückten Saisonfinals auf die internationale Bühne zurück. Die Berliner verloren nach schwacher Vorstellung gegen Bayer Leverkusen zwar mit 2:6 (0:3), beendeten die Saison aber als Tabellensechster. Zuletzt spielte die "Alte Dame" in der Saison 2009/2010 im Europapokal

Vor 58.000 Zuschauern erzielten Javier Hernández (5.), Kai Havertz (31./45+1), Stefan Kießling (64.) und Charles Aranguiz (81./beide Foulelfmeter) sowie Joel Pohjanpalo (90.) die Tore für die Gäste. Mitchell Weiser (71.) und Sami Allagui (86., Foulelfmeter) gelang für die Platzherren nur Ergebniskosmetik.

Hertha kassierte die zehnte Niederlage in der Rückrunde und steht in der Europa League nur im Falle eines Pokalsieges von Borussia Dortmund am 27. Mai in der Gruppenphase. Sollte Eintracht Frankfurt den Cup holen, muss Hertha in die Qualifikation.

Leverkusen kann doch noch Fußballspielen

Leverkusen bot zum Abschluss einer enttäuschenden Saison eine starke Leistung und feierte nach zuvor sechs Spielen ohne Sieg wieder einen Dreier. Dennoch endete die Saison für den Werksklub mit einer negativen Gesamtbilanz. Auf den Nachfolger von Trainer Tayfun Korkut, der die Rheinländer defintiv verlässt, wartet viel Arbeit.

Die Gastgeber machten sich im letzten Saisonspiel das Leben selbst schwer. Der erst 19 Jahre Jordan Torunarigha wirkte in der Innenverteidigung völlig überfordert und machte bei den ersten beiden Gegentoren keine gute Figur. Auch der körperlich schwache Allan verlor im defensiven Mittelfeld viele Bälle und lud den Gegner regelrecht zu Offensivszenen ein.

Brandt überragt in Berlin

Leverkusens starker Nationalspieler Julian Brandt und Torschütze Havertz nahmen die Geschenke dankend an und leiteten immer wieder gefährliche Gegenstöße ein. Brandt hätte dabei sein Torekonto noch deutlich erhöhen können. Bei Hertha hielt nur Weiser richtig dagegen, doch der frühere Bayern-Spieler vergab zweimal aus guter Position (9./24.).

Zur zweiten Halbzeit brachte Berlins Trainer Pal Dardai in Sebastian Langkamp und Per Skelbred für Brooks und Allan zwei neue Spieler. Salomon Kalou (49.) und Vedad Ibisevic (55.) hatten den Abschluss auch auf dem Fuß, waren im Abschluss aber nicht abgeklärt genug. Spätestens Kießlings Strafstoß-Tor entschied die Partie.

Bei den Berlinern zeigte nur Weiser eine engagierte Leistung. In Leverkusens Team stachen Brandt und Havertz aus einer guten Mannschaft heraus.

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