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Atletico Madrid gegen Leverkusen: Bayer nach Elfmeter-Krimi draußen

  • Aktualisiert: 18.03.2015
  • 07:55 Uhr
Article Image Media
© 2015 Getty Images
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120 Minuten lang ist es ein Abnutzungskampf zwischen Atletico Madrid und Leverkusen - dann muss das Elfmeterschießen entscheiden. Am Ende scheitern drei Bayer-Spieler vom Punkt.

Madrid - Nach einem Elfmeterkrimi ohne Happy End hält der Achtelfinalfluch von Bayer Leverkusen in der Champions League an. Bei Vorjahresfinalist Atletico Madrid scheiterte die Werkself zum vierten Mal hintereinander in der Runde der letzten 16.

Nach 120 Minuten hatte es 1:0 (1:0, 1:0) für die Madrilenen gestanden, im Elfmeterschießen versagten Hakan Calhanoglu, Ömer Toprak und Stefan Kießling die Nerven. Bernd Leno hatte den Schuss von Koke pariert.

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Suarez egalisiert das Hinspiel-Ergebnis

Zuletzt war Bayer 2002 über die damals noch bestehende Zwischenrunde ins Viertelfinale eingezogen und hatte am Ende sogar das Finale gegen Real Madrid (1:2) erreicht. Im Hinspiel hatte sich der Bundesliga-Vierte durch ein 1:0 gegen den spanischen Meister eigentlich eine gute Ausgangslage geschaffen, die er aber durch einen viel zu zaghaften Auftritt und Pech noch verspielte.

Mario Suarez mit einem von Ömer Toprak abgefälschten Fernschuss (27.) hatte das Hinspiel-Ergebnis egalisiert, es blieb der einzige Treffer in einem teilweise überharten Spiel. Bayer steht am Samstagabend in der Meisterschaft beim direkten Konkurrenten Schalke 04 ein wegweisendes Spiel im Kampf um die Champions-League-Qualifikation für die kommende Saison an.

Vor 48.273 Zuschauern im nahezu ausverkauften Hexenkessel Vicente Calderon, darunter auch Bayern-Coach Pep Guardiola, hatte Bayer bereits in der Anfangsphase extrem nervös agiert und sich viele Abspielfehler geleistet. Atletico schlug daraus aber zunächst kein Kapital. Die Aktionen der Rojiblancos waren zumeist zu überhastet.

Atletico erhöht den Druck nach der Pause

Zwar machte der Tabellenvierte der Primera Division wie erwartet von Beginn an mächtig Druck, ernsthaft in Gefahr konnte er die Hintermannschaft der Gäste aber bis zum Führungstreffer nicht bringen. Der frühere Bayern-Stürmer Mario Mandzukic hatte kurz nach dem 1:0, dem ersten Gegentreffer für Bayer seit 507 Minuten und fünf Zu-Null-Spielen in Serie, noch die große Chance zum 2:0, bei der Wendell aber in letzter Sekunde zur Stelle war.

Die erste gute Möglichkeit hatte zuvor Leverkusen, als Heung-Min Son im Anschluss an einen Eckball in der 16. Minute frei zum Schuss kam, dieser wurde aber von Mandzukic abgeblockt. Sechs Minuten später hatten die Gastgeber Pech, als Torwart Angel Moya nach einer unglücklichen Abwehraktion gegen Son verletzungsbedingt vom Feld und von Jan Oblak ersetzt werden musste. Dies hatte aber keine negativen Auswirkungen auf das Spiel der Gastgeber, weil Bayer bis zum Pausenpfiff keinen Zugriff mehr auf das Spiel bekam und Atletico die Initiative überließ.

Nach der Pause erhöhte Atletico die Schlagzahl und schnürte Bayer förmlich am eigenen Strafraum ein. Antoine Griezmann und Mandzukic sowie der eingewechselte Raul Garcia sorgten ständig für Gefahr. "Wir sind nach vorne einen Tick zu harmlos", analysierte Bayer-Sportchef Rudi Völler vor der Verlängerung bei Sky und äußerte den Wunsch, "nicht ins Elfmeterschießen gehen zu müssen." Dieser wurde ihm allerdings verwehrt, und im Elfmeterkrimi hatte Bayer das Nachsehen.

Auffälligste Akteure beim spanischen Meister waren Mandzukic und Griezmann. Bei Leverkusen wussten Gonzalo Castro und Wendell zu überzeugen.


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