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Premier League

West Ham: So unsportlich will Dimitri Payet seinen Wechsel erzwingen

Weil West Ham United Dimitri Payet nicht ziehen lassen will, greift der Stürmer zu fragwürdigen Methoden.

13.01.2017 12:37 Uhr / ran.de

München - Erpressung mag ein zu großes Wort sein. Aber was West-Ham-Star Dimitri Payet gerade mit seinem Geldgeber abzieht, ist zumindest fragwürdig. Und erinnert ein wenig an Julian Draxler und seinen erzwungenen Wechsel zu Paris St. Germain.

Payet hat schlichtweg keine Lust mehr, für die abstiegsbedrohten Londoner aufzulaufen. Stattdessen will er eine sofortige Rückkehr zu Olympique Marseille forcieren - aus persönlichen Gründen wie er Trainer Slaven Bilic mitteilte.

West Ham sagt Nein

Und obwohl Payet seinen Vertrag erst vor knapp einem Jahr um fünf Jahre verlängert hatte und damit zum bestbezahlten Spieler der Vereinsgeschichte avanciert war, erteilte Bilic seinem abwanderungswilligen Stürmer keine kategorische Absage. Laut "Mirror" bat er den 28-Jährigen sich bis zum Saisonende zu gedulden und erst einmal den Klassenerhalt für die "Hammers" zu sichern. Im Winter sei ein Wechsel daher nicht möglich. 

Weil Payet dieses Nein nicht akzeptierte, wird es jetzt unsportlich. Statt am Training teilzunehmen, ließ sich der Franzose bei einem Rückspezialisten behandeln. West Ham hegt lauten Zweifel an der Echtheit der Verletzung. Der Klub sieht sich eher unfair unter Druck gesetzt. 

Trainer suspendiert Payet

Bilic machte seinem Ärger bei der Pressekonferenz vor dem Liga-Spiel gegen Crystal Palace Luft. "Ich habe ein Problem mit Dimitry Payet. Er will gehen. Aber wir werden ihn nicht verkaufen", so der Coach. "Der Verein, das Team, wir haben alles für ihn getan. Ich fühle mich Stich gelassen und bin wirklich verärgert." Bis Payet seine Einstellung wieder ändern würde, sei er ab sofort suspendiert.

Der Franzose ist also zunächst kaltgestellt - ohne Nutzen für ihn selbst oder den Verein. Dennoch scheint Payet am längeren Hebel. Eine Einigung zwischen Payet und Marseille soll es laut "L'Equipe" längst geben. Angeblich sind die Franzosen bereit, rund 40 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Ein erstes Gebot über 23 Millionen Euro hatte West Ham abgelehnt. Doch was bringt West Ham ein suspendierter Spieler, der zwar jede Menge Geld kostet aber schlechte Stimmung verbreitet?

Berater trifft sich mit West-Ham-Boss

Am Freitag trafen sich daher Payets Berater Jacques-Olivier Auguste und West Hams Co-Besitzer David Sullivan zum Gespräch. Der "Mirror" spekulierte, dass es für die Londoner nur noch darum ginge, eine möglichst hohe Ablöse zu generieren.

Payets Stern war erst im Sommer 2016 bei der Europameisterschaft in Frankreich aufgegangen. Seitdem buhlten immer wieder große Klubs um den Stürmer. Auch der FC Chelsea soll interessiert sein.

Der neu erlangte Ruhm seines Klienten hatte Berater Auguste schon vor Saisonbeginn veranlasst, eine weitere Gehaltserhöhung zu fordern. West Ham hatte abgelehnt aber als Kompromiss eine nachträgliche Prämie für die Vertragsunterschrift über gut eine Million Euro ausgezahlt. Vielleicht in der Hoffnung, Payet zumindest für eine Saison ruhig zu stellen. Das hat ganz offensichtlich nicht geklappt.

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