Europa League

FC Schalke 04 gegen RB Salzburg

Europa League: Schalke schießt Bundesliga-Frust gegen Salzburg weg

Der FC Schalke 04 kann doch noch gewinnen. Gegen RB Salzburg zeigt "Königsblau" eine souveräne Leistung. Ein Weltmeister wird zum Mann des Spiels.

29.09.2016 21:06 Uhr / SID
Leon Goretzka, FC Schalke 04, 940
Leon Goretzka brachte Schalke in Führung © 2016 Getty Images

Gelsenkirchen - Dank Weltmeister Benedikt Höwedes bleiben die Bundesliga-Fehlstarter von Schalke 04 im Europapokal auf Erfolgskurs und haben einen ersten Schritt aus der Krise gemacht. Nach dem Horrorauftakt mit fünf Niederlagen und Platz 18 in der Liga führte der Kapitän die Königsblauen zu einem 3:1 (1:0) im zweiten Vorrundenspiel in der Europa League gegen den österreichischen Meister RB Salzburg.

Höwedes zeichnete zunächst mit einer abgefälschten Flanke für das erlösende zweite Tor verwantwortlich (47.). Dann beförderte er den Ball zum entscheidenden 3:0 ins Netz, nachdem seine Teamkollegen Naldo und Breel Embolo mit Kopfbällen die Latte getroffen hatten (58.). Allerdings zeigten die Fernsehbilder, dass der Ball bereits zuvor die Torlinie überquert hatte.

Mit sechs Punkten in Gruppe I sind die Gelsenkirchener auf dem besten Weg, zum siebten Mal in Folge die K.o.-Runde in einem europäischen Wettbewerb zu erreichen. In der Bundesliga nimmt die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl dagegen am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach einen neuen Anlauf, die ersten Zähler einzufahren.

Goretzka mit der Führung

In einer zähen ersten Halbzeit hatte U21-Nationalspieler Leon Goretzka die Schalker in Führung gebracht (15.). Doch die Verunsicherung nach dem schlechtesten Bundesligastart der Vereinsgeschichte schwand erst nach der Pause, als Duje Caleta-Car die Hereingabe von Höwedes unhaltbar für seinen Torhüter Alexander Walke ins eigene Tor lenkte. Danach überzeugten die Königsblauen, die in der Bundesliga bislang erst zweimal getroffen haben, endlich auch in der Offensive. Der Treffer von Jonatan Soriano (72.) offenbarte aber erneute Schwächen in der Defensive.

Weinzierl, auch im achten Pflichtspiel der Saison noch immer auf der Suche nach einer Stammformation, hatte erneut kräftig durchrotiert: Fünf Verlierer von Hoffenheim (1:2) mussten raus, darunter auch Abdul Rahman Baba, der beim 1:0 zum Europacup-Auftakt beim OGC Nizza das Siegtor erzielt hatte. Fünf Neue kamen rein, unter anderem der Abwehrroutinier Naldo, Höwedes rückte wieder auf die rechte Außenbahn.

Kolasinac dreht auf

Baba-Ersatz Sead Kolasinac führte sich gleich gut ein: Seine scharfe Hereingabe von links verwertete Goretzka zur Schalker Führung - im zweiten Versuch per Kopf, nachdem Walke dessen Schuss abgewehrt hatte. Die Gastgeber bestimmten daraufhin weitgehend das Geschehen, Tempo und Ideen fehlten allerdings.

Österreichs Abonnementmeister kombinierte zwar ganz ansehnlich, kam aber kaum gefährlich in die Nähe des Strafraums. Aber auch bei den Gelsenkirchenern fehlte der letzte präzise Pass, so dass Torszenen selten blieben.
Erst Höwedes entschied das Spiel, obwohl er eigentlich kein einziges Tor erzielte: Seine Flanke lenkte Caleta-Car mit dem Bauch ins eigene Tor. Und vor dem 3:0 hatte ja eigentlich bereits Naldo den Ball über die Torlinie befördert.

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