WM-Qualifikation

Russland

WM 2018: Hooligans planen "Festival der Gewalt"

Eine Dokumentation über Hooligans in Russland hat in der Sportwelt für jede Menge Aufsehen gesorgt.

17.02.2017 13:57 Uhr / SID
RFU-Boss Witali Mutko sieht Russland "diskreditiert"
RFU-Boss Witali Mutko sieht Russland "diskreditiert" © AFPSIDROMAN KRUCHININ

Moskau - Der Sicherheitschef des russischen Fußballverbandes RFU, Wladimir Markin, wittert in einer TV-Dokumentation über Hooligans im Land des kommenden WM-Gastgebers Propaganda des Westens. In der am Donnerstagabend durch den britischen Sender "BBC" ausgestrahlten Sendung "Russia's Hooligan Army" hatten gewaltbereite Fans angekündigt, die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 im eigenen Land in ein "Festival der Gewalt" zu verwandeln.

"Das ist eindeutig Propaganda und soll möglichst viele Engländer davon abhalten, zur WM zu reisen. Ein anderes Ziel gibt es nicht", sagte Markin der Nachrichtenagentur R-Sport. 

"Unsere Gegner sind die Engländer, die Urväter der Hooligan-Bewegung"

RFU-Boss Witali Mutko, WM-OK-Chef und zugleich russischer Vize-Premierminister, erklärte die Doku im Gespräch mit der staatlichen Agentur TASS zu einer "Kampagne mit dem Ziel, zu diskreditieren." Russland habe Sicherheitsgarantien gegeben und werde seinen Verpflichtungen nachkommen.  

In der Sendung hatten die Hooligans ein düsteres Szenario entworfen. "Jeder von unserer Bewegung freut sich auf die WM in Russland. Man muss nicht reisen, um Spaß zu haben", sagte ein Russe vor dem WM-Stadion von Rostow: "Unsere Gegner sind natürlich die Engländer, weil sie die Urväter der Hooligan-Bewegung sind."

FIFA-Präsident Infantino ist nicht besorgt

Ein führendes Mitglied der Bewegung "Orel Butchers", die in Verbindung mit den Gewaltexzessen zwischen russischen und englischen Hooligans bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich steht, erklärte: "Es ist zu 100 Prozent garantiert, dass Angriffe gegen englische Anhänger organisiert werden."

Stunden vor der Ausstrahlung der Dokumentation hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino bei einem Auftritt in Katar noch erklärt, er sei "nicht besorgt über Ärger und Gewalt im Land". Russland sei ein "gastfreundliches Land, das den Fußball feiert", so der Schweizer weiter.

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