2.Bundesliga

Komplett-Umbau bei 96: Mit Breitenreiter soll der Aufstieg gelingen

Platz vier nach dem 25. Spieltag ist Hannover 96 nicht genug: Daniel Stendel muss gehen, als Nachfolger steht André Breitenreiter bereit. Mit dem ehemaligen 96-Spieler soll der Aufstieg doch noch gelingen.

20.03.2017 13:28 Uhr / SID
Andre Breitenreiter
Andre Breitenreiter ist neuer Trainer von Hannover 96. © 2015 Getty Images

Hannover - Tabula rasa mitten im Aufstiegsrennen: Hannover 96 hat sich von Trainer Daniel Stendel getrennt. Ein Nachfolger steht auch schon bereit: Andre Breitenreiter, der bereits auf Schalke mit Manager Horst Heldt zusammenarbeitete. Nun soll er Hannover zum Wiederaufstieg führen.

Mit der Entlassung von Stendel hat der Bundesliga-Absteiger innerhalb von rund zwei Wochen die gesamte sportliche Führung ausgetauscht - auch Geschäftsführer Martin Bader und der Sportliche Leiter Christian Möckel mussten bereits gehen.

"Hannover 96 hat in dieser Saison ein Ziel: der direkte Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Diesem Ziel müssen wir alle Entscheidungen unterordnen", sagte Heldt. Man habe sich die Entscheidung zur Trennung von Stendel nicht leicht gemacht, "sahen uns nach den Ergebnissen und den Auftritten der Mannschaft in den letzten Wochen aber zu diesem Schritt gezwungen". Den Zeitpunkt der Trennung bezeichnete Heldt auch als "eine logische Konsequenz" des Spielplans.

Heldt und Breitenreiter: Ein eingespieltes Duo

Ab Dienstag habe Breitenreiter, der seine Profikarriere bei 96 begonnen hatte und zuletzt als Wunschkandidat des mächtigen Präsidenten Martin Kind galt, "nun zwei Wochen Zeit, die Mannschaft auf das Heimspiel gegen Union Berlin vorzubereiten", führte Heldt weiter aus: "Daniel Stendel danken wir herzlich für seine geleistete Arbeit."

 

Heldt und Breitenreiter sind ein eingespieltes Duo: In der Saison 2015/16 arbeiteten beide gemeinsam in Gelsenkirchen, im Mai 2016 wurde der 43 Jahre alte Breitenreiter von Schalke freigestellt. Schon am Montag soll er in Hannover vorgestellt werden.

Komplett-Umbruch bei 96

Wie wenig kompromissbereit Präsident Kind auf der "alternativlosen" Mission direkter Wiederaufstieg ist, bekamen bereits Bader und Möckel zu spüren, die am 5. März entlassen wurden. Als große Nachfolge-Lösung präsentierte Kind den langjährigen Schalke-Manager Heldt, der nun auf den Reset-Knopf drückte. Anspruch der 96er ist es, die schwierige Relegation zu vermeiden und einen direkten Aufstiegsplatz zu ergattern.

Nach der Partie am Samstag bei St. Pauli (0:0) hatte Heldt angekündigt, die gewonnenen Eindrücke zu bewerten, sich mit Kind auszutauschen und dann eine Entscheidung zu treffen. Bereits am Sonntag deutete beim Zweitligisten vieles darauf hin, dass es für Stendel nicht mehr weitergeht. Stendel hatte sein Amt Anfang April 2016 übernommen und noch einen Vertrag bis 2018 besessen.

Der Umgang mit Stendel hatte am Samstag auch St. Paulis erfahrenen Coach Lienen auf den Plan gerufen. "Wie kann man in dieser Situation eine Trainerdiskussion führen?", fragte der Trainer der Kiezkicker nach der umkämpften Partie am Millerntor, und wurde dann noch deutlicher: "Das ist für mich skandalös, lächerlich." Doch auch das Plädoyer von Lienen konnte seinen Kollegen nicht mehr retten.

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