Formel 1
01.01.2014 19:06

Schumacher: Zustand unverändert kritisch, aber stabil

Nach seinem Ski-Unfall liegt Michael Schumacher mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma weiterhin im Universitätsklinikum in Grenoble im künstlichen Koma. Sein Zustand am Mittwoch ist unverändert kritisch, aber stabil.

Michael Schumacher liegt im Koma
Michael Schumacher soll laut "L'Equipe" aus dem Koma geholt werden © getty

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Michael Schumacher ringt zu Beginn des neuen Jahres weiter mit dem Tod - doch es gibt Hoffnung. Der Zustand des Formel-1-Rekordweltmeisters ist unverändert kritisch, wie seine Managerin Sabine Kehm am Mittwoch mitteilte, aber immerhin seit einer zweiten Operation am Montagabend leicht verbessert und nun stabil.

"Dies ist eine gute Nachricht für den Moment, aber nur für den Moment, weil seine Verletzungen sehr schwer sind", sagte Kehm am Mittwochmittag während einer teilweise chaotisch verlaufenen Fragerunde vor einer Hundertschaft Journalisten am Eingang der Universitätsklinik in Grenoble.

Kehm wagt keine Prognose

Vor Schumachers 45. Geburtstag am Freitag wagte Kehm ausdrücklich keine Prognose, zu unkalkulierbar ist weiterhin der Zustand des Ex-Rennfahrers. Am Montagabend war er ein zweites Mal operiert worden, dabei entfernten die Ärzte eines von zahlreichen Hämatomen aus seinem Kopf. In einer Pressekonferenz am Dienstag bezeichneten die Mediziner den Zustand Schumachers als leicht verbessert. Er befinde sich aber weiter in Lebensgefahr.

"Wir wollen diese Schlacht gewinnen - eine schwere Schlacht, die noch lange nicht gewonnen ist", sagte Gerard Saillant, Mediziner und Vertrauter Schumachers, während einer Pressekonferenz in der Klinik am Dienstagmittag: "Aber wir sind ein wenig optimistischer als gestern."

Am Neujahrstag stellte sich Kehm den Journalisten alleine. Sie musste vor mehr als 100 Berichterstattern gebetsmühlenartig die immer selben Fragen beantworten. Die Managerin erklärte, dass Schumachers Familie weiterhin vor Ort sei und es ihr "weiterhin nicht besonders gut" ginge.

Zahlreiche Freunde nach Grenoble gereist

Zahlreiche Freunde Schumachers seien seit Sonntag nach Grenoble gereist. "Sie alle sind gekommen, um Michael zu unterstützen, weil sie enge Freunde sind", sagte Kehm: "Es ist immer jemand bei ihm." Namen wollte sie nicht nennen. Am Silvester-Tag war unter anderem Jean Todt, Präsident des Motorsport-Weltverbandes FIA, bei Schumacher zu Besuch.

Luca Badoer, einst Weggefährte von Schumacher bei Ferrari, wurde beim Verlassen der Klinik am Dienstagabend von zahlreichen Kamerateams regelrecht bedrängt. Unabhängig von einem besonders abscheulichen Vorgang - ein als Priester verkleideter Journalist hatte (vergeblich) versucht, sich Zugang zu Schumachers Krankenzimmer zu verschaffen - erwägt die Klinikleitung offenbar Maßnahmen gegen die Berichterstatter vor Ort.

Nach Kehms Angaben sollen die Journalisten möglicherweise vom Krankenhaus-Areal verbannt werden, weil wichtige Arbeitsabläufe behindert worden seien. Unter anderem soll bereits mehrfach die Einfahrt zur Notaufnahme blockiert worden sein.

Saillant: "Situation kann sich jederzeit ändern"

Am 1. Januar blieb die substanzielle Aussage über Schumachers Gesundheitszustand die, die bereits seine behandelnden Ärzte tags zuvor getroffen hatten. Der Eingriff am späten Montagabend, bei dem ein großes Hämatom abgeleitet wurde, sei gut verlaufen, die Situation nun vorerst besser unter Kontrolle.

"Es kann sich aber jederzeit ändern, zum Guten und zum Schlechten", sagte Saillant. Die Möglichkeit zu dem zweiten Eingriff habe sich kurzfristig ergeben, als ein Scan am Montagnachmittag eine Verbesserung des Zustands zeigte. Diese Chance ergriffen die Mediziner. Gegen 22.00 Uhr wurde mit der zweistündigen Operation begonnen.

Prognosen wollte auch Francois Payen, Chefarzt der Intensivstation, wie schon am Vortag nicht abgeben: "Er ist nicht außer Gefahr, aber wir haben mehr Zeit gewonnen für weitere Schritte. Auch die nächsten Stunden sind entscheidend", sagte der Mediziner: "Ich kann nicht so weit gehen, zu sagen, dass er außer Lebensgefahr ist." Schumacher werde weiter im künstlichen Koma gehalten: "Es ist viel zu früh, von einem Aufweckvorgang zu sprechen." Kehm blockte am Mittwoch Fragen nach einer möglichen Verlegung Schumachers in ein anderes Krankenhaus ab.

Flut an Genesungswünschen

Wie die Informationspolitik in Grenoble fortgesetzt wird, ist offen. Kehm erklärte, Pressekonferenzen der Ärzte werde es nur bei neuen Sachständen geben. Auch sie werde sich nicht regelmäßig der Presse stellen.

Derweil hielt auch am Neujahrstag die Flut an Genesungswünschen aus aller Welt an, unter anderem meldete sich FIFA-Boss Sepp Blatter via Twitter zu Wort. Und noch immer sind Schumachers Wegbegleiter fassungslos. Helfen könne Schumacher jetzt allein "der liebe Gott", sagte Niki Lauda im Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit: "Er entscheidet Dinge, die wir nicht verstehen können. Ich kann mir in meiner Logik nicht erklären, warum Michael nicht als Rennfahrer verunglückte, sondern beim Skifahren mit seinem Sohn und Freunden."

Der Mittwoch im Ticker

11:56 Uhr: Die Leitung des Krankenhauses in Grenoble zieht angeblich Maßnahmen gegen die Journalisten vor Ort in Erwägung. Nach Angaben von Schumachers Managerin Sabine Kehm sollen die Berichterstatter möglicherweise vom Krankenhaus-Areal verbannt werden, weil wichtige Arbeitsabläufe behindert worden seien.

11:21 Uhr: Kehm äußert sich weiter: "Das ist für den Moment eine gute Nachricht, aber ich betone: nur für den Moment, weil seine Verletzungen sehr schwer sind. Wir müssen alle vorsichtig sein mit unseren Einschätzungen. Aber derzeit ist sein Zustand stabil."

11:16 Uhr: Kehm wertet den aktuellen Status positiv. Es werde am Mittwoch keine weitere Pressekonferenz geben, weil sich "nichts verändert hat, schon gar nicht zum Negativen". Schumacher sei "die ganze Nacht über stabil" gewesen, und er sei es nach wie vor.

10:58 Uhr: Der Zustand von Michael Schumacher am Neujahrstag ist unverändert kritisch. "Michael wird weiter überwacht und ist stabil", sagte Sabine Kehm, Managerin des Formel-1-Rekordweltmeisters, am Mittwoch in einer Stellungnahme vor der Universitätsklinik in Grenoble.

9:34 Uhr: Um 11 Uhr soll es neue Informationen aus Grenoble geben. Allerdings wohl nicht wie in den vergangenen Tagen in Form einer Pressekonferenz der behandlenden Ärzte. Stattdessen wird wohl die Michael Schumachers Managerin Sabine Kehm eine Erklärung über die Entwicklungen in der Nacht abgeben.

Der Dienstag im Ticker

Dienstag - 15:28 Uhr: Debroux erklärte weiter, dass die Retter "innerhalb von drei Minuten" am Unglücksort gewesen seien. "Nach ihren Informationen war gleich zu erkennen, dass Herr Schumacher sehr schwer verletzt ist. Unmittelbar nach Eintreffen wurde der Helikopter gerufen." Die Hilfsmaßnahmen seien reibungslos über die Bühne gegangen. "Ich kann sagen, dass diese Rettung perfekt abgelaufenist. Es ging sehr schnell", sagte Debroux. Dass es sich bei dem Verunglückten um den berühmten Rennfahrer handelte, sei erst später klar geworden: "Er wurde behandelt wie jeder andere auch." 

15:05 Uhr: Der Manager des Skigebiets von Meribel/Frankreich hat den schweren Sturz von Michael Schumacher als ungewöhnliches Unglück eingestuft. "Das war kein normaler Unfall. So etwas passiert nur sehr selten in der Saison", sagte Francois Debroux dem Express: "Beim Skifahren gibt es natürlich Verletzungen, aber das war ein absoluter Ernstfall. So etwas passiert nicht jeden Tag."

14:21 Uhr: Corinna Schumacher bedankt sich für die Anteilnahme am Schicksal ihres Mannes. Pressesprecherin Sabine Kehm sagt: "Es ist wirklich herzerwärmend, wie viele Nachrichten und wie viele gut gemeinte Worte uns erreichen. Corinna Schumacher ist sehr dankbar dafür."

13:47 Uhr: Nach Rücksprache mit Leuten, die mit Michael Schumacher unterwegs waren, schildert Pressesprecherin Kehm eine mögliche Version des Unfallhergangs: "Ich glaube - ich betone, ich glaube - dass Folgendes passiert ist: Michael fuhr mit der Gruppe auf normaler Piste. Dazwischen war ein Bereich mit Tiefschnee. Da fuhr er rein. Er war aber nicht schnell, weil er wohl einem Freund geholfen hat, der gestürzt war. Also fuhr Michael gerade wieder an, fuhr in den tiefen Schnee und ist dann wohl auf den Felsen getroffen, als er eine Kurve fuhr. Michael war nicht allzu schnell unterwegs, aber leider hat er offenbar den Felsen getroffen und dann hat es ihn hochkatapultiert und er ist mit dem Kopf voran auf einen Felsen geschlagen. Das ist eine extreme Verkettung von unglücklichen Umständen. Das ist ein großes Unglück und nicht darauf zurückzuführen, dass er zu schnell war."

13:33 Uhr: Eine weitere Info von Michael Schumachers Pressesprecherin Sabine Kehm: "Anders als oft geschrieben, war Michael nicht alleine mit seinem Sohn unterwegs. Er war mit einer kleinen Gruppe von Freunden auf der Piste."

13:05 Uhr: Pressesprecherin Kehm bestätigt außerdem Berichte, wonach Michael Schumachers Helm beim Sturz gebrochen sei: ""Offenbar ist der Helm gebrochen. Das bedeutet nicht, dass Michael mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war. Er war nicht allzu schnell. Er hat wohl bei der Schwungauslösung einen Felsen getroffen. Es war eine Verkettung von unglücklichen Umständen."

12:23 Uhr: Schumachers Pressesprecherin Sabine Kehm erzählte nach der Pressekonferenz, dass ein Journalist versucht habe, als Priester verkleidet in Schumachers Krankenzimmer zu gelangen! Unglaublich! Sie bestätigt, dass auch Michaels Bruder Ralf im Krankenhaus ist und gibt ein kurzes Statement: "Der Familie geht es natürlich nicht besonders gut. Sie sind schockiert."

11:48 Uhr: Nicht nur die Sportwelt ist mit den Gedanken weiterhin bei Michael Schumacher und seiner Familie - Prominente aus der ganzen Welt schicken Genesungswünsche nach Grenoble. Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton verschickte eine Nachrichtper Twitter: "Ich denke heute an Michael Schumacher, ich bin dankbar für alles, was er für die Clinton Foundation und Andere getan hat. Meine Gebete sind bei ihm und seiner Familie."

11:29 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet - die wichtigsten neuen Erkenntnisse:  Die Situation von Michael Schumacher ist leicht verbessert, aber weiterhin kritisch, der Kampf ist noch nicht gewonnen: Das Bemühen der Ärzte, keine falschen Hoffnungen und Versprechungen zu machen, war deutlich zu spüren.

In der Nacht gab es eine weitere Operation, die möglich wurde, weil sich der Gehirndruck unterwartet verbessert hatte. Es handelte sich um einen klassischen neuro-chirurgischen Eingriff, bei dem ein großes Hämatom in der linken Schädelhälfte erfolgreich entfernt wurde.

Es gibt allerdings weitere kleine Hämatome im Gehirn selbst, die nicht zugänglich sind und nicht operativ entfernt werden können. Deshalb wird Michael Schumacher weiterhin bei 35 Grad Körpertemperatur im künstlichen Koma gehalten. Sein Zustand ist im Augenblick stabil, der Hirndruck konnte reduziert werden, aber es können noch keine seriösen Prognosen abgegeben werden. Der Zustand in nach wie vor kritisch.

11:19 Uhr: Weitere Details zum Eingriff, der nachts um 22 Uhr durchgeführt wurde: "Die Schädeldecke wurde weiter geöffnet, um den Druck weiter zu verringern. Schumacher hat verschiedene, diffuse Verletzungen unter der Schädeldecke und im Gehirn. Ein großes Hämatom links im Schädel konnte entfernt werden, er hat aber weitere Hämatome im Gehirn selbst, die wir nur beobachten und nicht entfernen können, weil sie nicht zugänglich sind. Aber der Druck im Gehirn hat sich zunächst stabilisiert."

11:12 Uhr: Die Ärzte verweisen eindringlich auf die Unsicherheiten in der Intensiv-Medizin und wollen keine Prognosen abgeben. Sie betonen, dass es Michael Schumacher besser geht als erwartet und die Situation besser unter Kontrolle ist, aber sie wollen keine verfrühten Hoffnungen schüren - und vor allem keine Entwarnung geben: "Es wäre nicht aufrichtig, voreilige Schlüsse zu ziehen, man kann im Augenblick keine zuverlässigen Prognosen stellen. Er ist weiterhin im künstlichen Koma und in einer Unterkühlung gehalten. Man kann auch keine neurologische Einschätzung geben, wie es ihm gehen wird, wenn er wieder aufwacht."

11:10 Uhr: Ein Klinik-Sprecher erklärt, dass Schumachers Familie weiterhin anwesend ist und die Entscheidung über den neuerlichen Eingriff mitgetragen hat. Es sei eine schwierige Entscheidung gewesen, aber die Verringerung des Gehirndrucks erlaubte den Ärzten ein Zeitfenster für eine zweite Operation.

11:07 Uhr: Und weiter: "Es ist eine gute Nachricht, aber in der Intensivmedizin ändern sich Dinge sehr schnell. Man kann deshalb nicht sagen, dass er außer Gefahr wäre. Aber wir haben mehr Zeit gewonnen und die Situation ist besser unter Kontrolle als gestern. Der Eingriff gestern war ein klassischer Eingriff und ein Erfolg. Aber Schumacher hat noch weitere Verletzungen im Gehirn, die weiter beobachtet werden müssen."

11:04 Uhr: Der Chef-Anästhesist von Michael Schumacher erklärt: "Spät am Abend wurde eine neue CR durchgeführt mit dem Ergebnis, dass sich der Zustand leicht verbessert hat. Es wurde deshalb ein weiterer Eingriff in der Nacht durchgeführt, um den Druck im Gehirn von Michael Schumacher weiter zu verringern. Der Zustand ist seither relativ stabil. Die neuesten Scan-Bilder zeigen, dass das Hämatom zufriedenstellend entfernt werden konnte. Die Situation hat sich insgesamt also leicht verbessert. Der Gehirndruck wurde verringert, die Situation ist besser unter Kontrolle als gestern."

11:00 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt: Die Ärzte, die Michael Schumacher auf der Intensivstation in Grenoble betreuen, sind auf dem Podium.

09:40 Uhr: Neue Informationen über den genauen Gesundheitszustand von Michael Schumacher sind für 11 Uhr angekündigt. Wie Schumachers Management bestätigt, werden die Ärzte der Uniklinik in Grenoble dann noch einmal vor die Presse treten.

09:10 Uhr: Laut Informationen der Bild-Zeitung liegt Schumacher nach wie vor im Koma. Über den genauen Zustand und die Entwicklungen in der Nacht werden die Ärzte aber erst im Lauf des Vormittags informieren.

Der Montag im Ticker

22:44 Uhr: Bayern-Star David Alaba betet ebenfalls für Michael Schumacher: "All meine Gebete gelten Michael Schumacher und seiner Familie. Bleib stark!"

20:17 Uhr: Nach Informationen der BILD-Zeitung ist der Ski-Helm, der Michael Schumacher bei seinem Sturz das Leben gerettet hat, beim Aufprall gegen den Felsen zerbrochen.

18:30 Uhr: Heute wird es wohl keine weiteren Informationen von Schumachers Ärzten geben. Die nächsten Infos zum Gesundheitsstand des Kerpeners seien nach Angaben einer Mitarbeiterin von der Klinik-Pressestelle erst für Dienstagvormittag vorgesehen.

17:58 Uhr: Auch Mercedes-Pilot Lewis Hamilton wünscht Michael Schumacher via twitter alles Gute: "Meine die Gebete meiner Familie sind bei Michael und seiner Familie. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung. Gott schütze ihn."

16:17 Uhr: Nach Informationen der "Bild" sind inzwischen auch Vater Rolf Schumacher und Bruder Ralf in Grenoble angekommen.

15:46 Uhr: Kerpens Bürgermeisterin Marlies Sieburg ist in großer Sorge um den berühmtesten Sohn ihrer Stadt. "Die Angst ist groß. Nach den Aussagen der Ärzte wird einem angst und bange", sagte die SPD-Politikerin dem Sport-Informations-Dienst am Montagnachmittag.

14:37 Uhr: Die Familie des verunglückten Ex-Forme-1-Fahrers dankt den Ärzten in einer offiziellen Mitteilung: "Wir wissen, dass sie alles Mögliche tun, um Michael zu helfen." Zudem bat die Familie bat  darum, die Privatsphäre der Angehörigen und Freunde zu achten. Michael Schumachers Frau Corinna und seine Kinder sind bei ihm Krankenhaus.

14:14 Uhr: Michael Schumachers früherer Manager Willi Weber hat nach dem schweren Skiunfall des Formel-1-Rekordweltmeisters Optimismus verbreitet. "Michael ist ein Kämpfer, er wird das durchstehen", sagte Weber im Gespräch mit Sky Sport News HD. Gleichwohl machte der 71-Jährige, der Schumacher einst den Weg in die Königsklasse des Automobilsports geebnet hatte, aus seiner Sorge um den Kerpener kein Hehl: "Wir können nur beten."

Weber regelte für Schumacher mehr als 20 Jahre lang sämtliche geschäftlichen Angelegenheiten. 2010 trennten sich die Wege der beiden. Eigenen Angaben zufolge steht Weber seit dem Unfall seines früheren Schützlings mit Schumachers Ehefrau Corinna in Kontakt.

13:18 Uhr: Bei Ferrari bangt man um das Leben der Scuderia-Ikone: "Ganz Ferrari ist Michael nahe. Wir erleben Stunden der Sorge bei Ferrari, seitdem wir von Michael Schumachers Unfall erfahren haben. Präsident Luca di Montezemolo ist auch über Teamchef Stefano Domenicali in ständigem Kontakt mit der Familie und den Menschen, die dem deutschen Meister nahe stehen. Ihnen senden wir Gedanken der Nähe und der Ermutigung in einer derart schwierigen Phase und hoffen, dass es bald bessere Nachrichten geben wird", teilte das Nobelteam am Montag offiziell mit.

12:16 Uhr: Ex-Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug gegenüber der "Bild": "Ich bin geschockt und bete für Michael und seine Familie. Wenn einer stark genug ist, von solchen Verletzungen zu genesen, dann Michael."

12:12 Uhr: Mercedes Benz, Schumachers langjähriger Arbeitgeber, zeigt sich von den neuen Informationen geschockt. "Die Gedanken und das Mitgefühl von allen bei Mercedes-Benz Motorsport und dem Formel-1-Team sind bei Michael, seiner Familie und seinen Freunden", teilte der Autohersteller am Montag mit.

12:05 Uhr: Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel meldet sich über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert zu Wort: "Wie Millionen von Deutschen waren auch die Bundeskanzlerin und die Mitglieder der Bundesregierung außerordentlich bestürzt, als sie von Michael Schumachers schwerem Skiunfall erfahren haben. Wir hoffen mit Michael Schumacher und mit seiner Familie, dass er die Verletzungen überwinden und genesen kann. Seiner Frau, seinen Kindern, seinen Angehörigen wünschen wir in diesen schweren Stunden Kraft und Zusammenhalt."

12:04 Uhr: Informationen über die Umstände des Unfalls werden allmählich konkreter. Nach Angaben von Olivier Simonin, Geschäftsführer des Ski-Gebietes Meribel Alpina, ist Michael Schumacher mit seinem Sohn (14) etwa 20 Meter abseits der markierten Pisten unterwegs gewesen. Der Unfall habe sich auf ungefähr 2100 m Höhe zwischen den Pisten "Biche" (blau/niedriger Schwierigkeitsgrad) und Mauduit (rot/mittlerer Schwierigkeitsgrad) ereignet.

11:22 Uhr:  Die Kollegen vom SID liefern ein kurze Zusammenfassung der Pressekonferenz: "Er ist in ein künstliches Koma versetzt worden. Wir versuchen, die Gehirnödeme zu reduzieren und den Druck zwischen Gehirn und Schädel so weit wie möglich zu verringern. Er wurde ein einziges Mal operiert, der Eingriff fand ohne größere Schwierigkeiten statt", sagte ein behandelnder Arzt. Die Situation sei kritisch, "nicht stabil". Momentan sei keine weitere Operation geplant. 

Derzeit würden keinerlei Vorhersagen über den weiteren Verlauf angestellt, es werde nur beurteilt: "Wir sprechen noch nicht über Spätschäden, sondern konzentrieren uns allein auf die akute Behandlung und denken von Stunde zu Stunde. Wir versuchen, Zeit zu gewinnen." Kurz nach dem Unfall sei Schumacher "aufgeregt und verwirrt" gewesen. "Er konnte nicht auf Fragen antworten und hat keine normalen Reaktionen gezeigt", teilte das Ärzteteam mit.

Fazit: Der Zustand des Rekordweltmeisters bleibt weiter überaus besorgniserregend. An Spekulationen wollten sich die Ärzte nicht beteiligen, Folgeschäden können aber nicht ausgeschlossen werden.

11:12 Uhr: Die leitenden Ärzte beenden die Pressekonferenz in Grenoble.

11:10 Uhr: Die Mediziner wollen alle möglichen Spekulationen vermeiden: "Wir können keine Prognosen abgeben und werden das nicht tun. Dafür ist es viel zu früh. Jede Verletzung ist individuell und hat einen eigenen Verlauf."

11:07 Uhr: Neben dem Helm hat wohl sein Fitness-Zustand Michael Schumacher das Leben gerettet. 

11:04 Uhr: Schumacher liegt vorerst auf der Intensivstation. Eine zweite Operation hat es nicht gegeben und wird erstmal auch nicht vorgenommen. "Eine weitere Operation am Hirn ist nicht geplant", so sein Arzt. Ein kleiner Lichtblick: innere Verletzungen hat Michael Schumacher nicht erlitten.

11:03 Uhr: Die Klinik bestätigt: "Ein Fahrer ohne Helm, hätte diesen Unfall nicht überlebt!"

11:02 Uhr: Die Ärzte schließen Folgeschäden nicht aus. Es ist aber "zu früh, irgendeine Prognose zu wagen".

11:00 Uhr: Chef der Anästhesie: "Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage über den weiteren Krankheitsverlauf machen. Er liegt in einem künstlichen Koma."

10:59 Uhr: Unmittelbar nach der Einlieferung wurde Michael Schumacher am Hirn operiert. Sein Zustand ist auch weiterhin kritisch. Neben dem Trauma erlitt Schumacher auch Prellungen und weitere Blutungen.

10:57 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Die Ärzte geben bekannt, dass Schuhmacher gestern Vormittag mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma eingeliefert wurde.

10:52 Uhr: Auch Weltmeister und Schumacher-Freund Sebastian Vettel meldet sich zu Wort: "Ich bin schockiert und ich hoffe, dass es ihm so schnell wie möglich wieder besser geht. Ich wünsche seiner Familie jetzt ganz viel Kraft."

10:50 Uhr: Laut französischen Medien werden drei Neurochirurgen über den Zustand des Rekordweltmeisters berichten.

10:47 Uhr: Rund um die Klinik in Grenoble werden die Sicherheitsbedingungen verschärft. Für Ärzte und Krankenschwestern gibt es ein Handy-Verbot, berichtet die "Bild".

10:34 Uhr: Herzlich willkommen im Liveticker von der Pressekonferenz aus Grenoble. Ab 11:00 Uhr gibt es hier alle Infos rund um den Zustand von Michael Schumacher.

© ran.de

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