Ski alpin

Ski-WM in St. Moritz, Riesenslalom der Männer: Szenen, Zitate, Fakten

Es war einiges los beim Riesenslalom der Männer rund um Rennsieger Marcel Hirscher.

17.02.2017 15:45 Uhr / SID
Marcel Hirscher (m.) ist der strahlende Sieger des Tages
Marcel Hirscher (m.) ist der strahlende Sieger des Tages © AFPSID

St. Moritz (SID) - DER ZWISCHENFALL: Die Rennläufer sind vor dem Finale mit dem Lift auf dem Weg nach oben zum Start, als der Lift plötzlich angehalten wird. Ein Flugzeug der Schweizer Luftwaffe hat bei der Probe für eine Show am Samstag das Tragseil einer Seilkamera durchtrennt, woraufhin Teile der Kamera in den Zielraum stürzen und besagtes Seil auf jenes des Lifts. Felix Neureuther, Marcel Hirscher und all die anderen kommen mit dem Schrecken davon, verletzt wird niemand.

DER SIEGER: Platz 21 im Super-G, Gold in der Kombination nur um 0,01 Sekunden verpasst, ein peinlich frühes Aus im Team Event, dazu jede Menge verbaler Ärger - es war bisher nicht die WM des Marcel Hirscher. Im "Riesen" zeigte der Österreicher (27) jedoch erneut, dass er ein großer Champion ist, und gewann sein drittes Einzel-Gold.

DAS RENNEN: Topfavorit Alexis Pinturault (Frankreich) ist schon geschlagen, als Hirscher im Finale als Letzter auf die Piste geht. Überraschend vorn liegt dessen Teamkollege Roland Leitinger vor den Norwegern Leif-Kristian Haugen und Henrik Kristoffersen. Hirscher behält im Schneetreiben auf der "Corviglia" den Durchblick, rast zum Titel - und stürzt seinen Slalom-Rivalen Kristoffersen noch vom "Stockerl". Die Revanche steigt am Sonntag.

DIE DEUTSCHEN: Felix Neureuther (Partenkirchen) nutzte das Rennen angesichts seiner Rückenprobleme als Testlauf für den Slalom. Platz 16, gab er dennoch zu, genüge nicht seinen Ansprüchen. "Wir sind schon mit anderen Ambitionen hergekommen", meinte der 32-Jährige, und sprach damit auch für Stefan Luitz (Bolsterlang), der 14. wurde. Dass Linus Straßer (München) als Zwölfter ein starkes Rennen lieferte, verbesserte die Stimmung im deutschen Lager kaum. Vor den letzten beiden Rennen ist klar: Das Ziel von drei Medaillen wird klar verfehlt, eine Nullrunde wie zuletzt 2007 ist durchaus wahrscheinlich.

ZAHL DES TAGES: 2. Mit 0,11 Sekunden Rückstand auf Roland Leitinger fuhr Felix Neureuther im zweiten Durchgang die zweitbeste Zeit. Immerhin.

STATISTIK DES TAGES: 12 - Jahre mussten vergehen, bis die Ski-Nation Österreich wieder einen Weltmeister im Riesenslalom hervorbrachte. Der Letzte vor Hirscher war ein gewisser Hermann Maier 2005 in Bormio.

WAS NOCH ZU SAGEN WÄRE: "Es ist immer ein sehr korrektes Volk, das bei jedem Kilometer, den man zu schnell fährt, da rumtut. Und dann können sie nicht einen Meter zu hoch fliegen, das geht mir nicht in den Kopf rein." (Neureuther über den Flugzeug-Zwischenfall) (SID)

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