Sportpolitik

Gienger: Sponsor-Streaming für kleine Sportarten interessant

In der Debatte um mehr Übertragungszeiten für Sportarten abseits des Fußballs rückt immer mehr das Streaming von Sponsoren in den Blickpunkt.

15.02.2017 18:23 Uhr / SID
Sponsor-Streaming könnte sich als Alternative erweisen
Sponsor-Streaming könnte sich als Alternative erweisen © PIXATHLONPIXATHLONSID

Berlin (SID) - In der Debatte um mehr Übertragungszeiten für Sportarten abseits des Fußballs rückt immer mehr das Streaming von Sponsoren in den Blickpunkt. Sportpolitiker von SPD und CDU erörterten im Sportausschuss des Deutschen Bundestages mit Experten aus Medien und Wirtschaft die Chancen der aufstrebenden Übertragungstechnik.

"Ich fand den Ansatz sehr interessant", sagte Eberhard Gienger, sportpolitischer Sprecher der Unions-Fraktionen. "Man sollte prüfen, ob dadurch kleineren Sportarten wirklich eine Plattform gegeben wird, um mehr im Fokus zu stehen", meinte der frühere Kunstturner und verwies auf die Hindernisse in den Gesetzen der Landesmedienanstalten.

"Inwieweit Sponsoren solche Angebote anbieten, wird die Zukunft zeigen", sagte Dagmar Freitag (SPD) eher verhalten. "Es ist ja fraglich, ob das wirtschaftlich tatsächlich für Sponsoren interessant ist. Da sind uns bislang keine belastbaren Zahlen bekannt."

Bei der Handball-WM in Frankreich im vergangenen Monat hatte mit der Deutschen Kreditbank AG (DKB) erstmals ein Sponsor von einer Großveranstaltung berichtet - live im Internet. Die DKB war es auch, die die Diskussion im Sportausschuss mit einem Positionspapier belebt hatte.

Noch einmal will das Geldhaus aber nicht als Medienunternehmen auftreten. "Wir sind ja eine Bank und kein Medienunternehmen. Und das soll in Zukunft auch so bleiben", sagte DKB-Chef Stefan Unterlandstättner. Man habe sich zu der einmaligen Aktion in der Hoffnung entschlossen, dass die privaten oder öffentlich-rechtlichen Sender in Zukunft die Spiele wieder übertragen werden. "Daran wären wir auch interessiert, als Sponsor will man ja medial wahrgenommen werden", meinte der DKB-Chef.

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