US Open

Rittner: "Ich traue Angelique Kerber in New York alles zu"

Die deutsche Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner wird an diesem Wochenende nach New York fliegen, um sich bei den dortigen US Open die Spiele der DTB-Frauen anzuschauen. Kurz vor dem Abflug macht Rittner mit ran.de noch den deutschen Spielerinnen-Check und verrät, was sie von Angelique Kerber und Co. im "Big Apple" erwartet.

22.08.2014 16:00 Uhr / ran.de / tennis.de / Dominik Hechler
Barbara Rittner, US Open
Sie ist hoffnungsfroh, dass Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Sabine Lisicki bei den US Open in diesem Jahr weit kommen werden: die deutsche Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner © Getty

München/New York – Barbara Rittner hat ihre Koffer schon gepackt. Am Wochenende geht es für die deutsche Fed-Cup-Teamchefin nach New York. Klar, die US Open stehen auf dem Programm und Rittner will sich Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Co. live vor Ort anschauen.

Doch bevor die 41–Jährige in den Flieger steigt, hat die Fed-Cup-Teamchefin mit ran.de den Spielerinnen-Check gemacht. Rittner über die DTB-Spielerinnen …

… Angelique Kerber: "Angie kann mit einem sehr guten Gefühl nach New York fahren - immerhin hat sie dort vor drei Jahren ihren großen Durchbruch gehabt. Außerdem hat sie in den vergangenen Monaten richtig gut gespielt, drei Endspiele erreicht, dort aber leider immer gegen absolute Top-Spielerinnen verloren - das kann passieren.

Sie ist physisch und mental richtig gut drauf. Jetzt wird es einfach darauf ankommen, einen guten Start ins Turnier zu erwischen. Sie hat ja schon in Wimbledon gezeigt, was sie kann. Nur die Ansetzung nach dem extrem anstrengenden Scharapowa-Match war enorm unglücklich, weil Angie gegen Bouchard müde war und Rückenprobleme hatte. Sonst wäre sie vielleicht noch weiter gekommen.

Ich traue Angie wirklich alles zu, weil sie gegen jede Spielerin gewinnen kann. Schon vor Wimbledon hatte ich bei ihr ein gutes Gefühl und das ist jetzt bei den US Open mindestens wieder genauso. Sie wird sich selbst im Hinterkopf kein Limit setzen und mit purer Freude auf den Platz gehen - und das ist auch gut so."

… Andrea Petkovic: "'Petko' hat bei den French Open das Halbfinale gespielt, ist in Wimbledon erst in der dritten Runde gegen eine ganz starke Genie Bouchard gescheitert, hat dann das WTA-Turnier in Bad Gastein gewonnen und beim ersten Hartplatzturnier der Saison in Stanford gleich mal das Halbfinale erreicht. Ich finde, bei ihr ist also alles richtig gut.

Danach wurde sie eben krank und verlor in Cincinnati in der ersten Runde gegen eine starke Sloane Stephens und zuletzt in der zweiten Runde von New Haven gegen Kirsten Flipkens, die sehr unangenehm zu spielen ist. Das ist aber alles kein Beinbruch.

Sie kann also ganz ruhig und voller Selbstvertrauen in die US Open gehen. Angie und 'Petko' brauchen sich in New York jedenfalls vor niemandem verstecken."

… Sabine Lisicki: "Bei ihr geht die Entwicklung spätestens seit Wimbledon wieder in die absolut richtige Richtung. Ich hatte gerade erst wieder Kontakt mit Bine und sie strotzt nur so vor Selbstvertrauen - und dann weiß man ja, wie sie spielen kann.

Für mich ist es auch ein richtig gutes Zeichen, dass sie in den letzten Wochen wieder lange, harte Matches gewonnen hat, die über zwei, drei Stunden gingen. Eine Sara Errani zum Beispiel, muss man auf Hartplatz auch erst einmal zwei Mal hintereinander schlagen.

Sie kann in New York also durchaus eine gute Rolle spielen. Und wenn ich mir ihre Auslosung so anschaue - so ganz schlecht sieht die nicht aus …"

… Annika Beck: "Sie hat kurz vor der Reise in die USA ihren Trainer gewechselt und ist aktuell mit Ulf Fischer unterwegs. Annika hat zuletzt auch viele, ordentliche Matches gespielt.

Aber dass sie jetzt in der ersten Runde gleich auf Sloane Stephens trifft ist natürlich undankbar. Wenn die Amerikanerin allerdings keinen allzu guten Tag erwischt, hat Annika das Spiel, um sie zu besiegen.

Sie hat keinen Grund, mit Angst in diese Partie zu gehen. Annika sollte sich eher denken: 'Dann schlag‘ mich halt'."

… Mona Barthel: "Ihre Auslosung gegen Shuai Zhang ist sehr unangenehm, weil die Chinesin sehr gefährlich spielt und keinen Ball verloren gibt.

Aber Mona hat es mit ihrem Spiel in der eigenen Hand, ist eigentlich variabler. Sie hat gegen Zhang nichts zu verlieren. Und in New York hat Mona in der Vergangenheit eigentlich auch immer ganz ordentlich gespielt."

… Julia Görges: "Sie trifft in der ersten Runde auf Flavia Pennetta. Keine ganz einfache Auslosung. Aber so ist das einfach, wenn man bei einem Grand-Slam-Turnier nicht gesetzt ist - das weiß Jule auch.

Allerdings war Pennetta in den vergangenen Wochen nicht wirklich konstant, so dass Jule sicherlich nicht ganz chancenlos ist. Zumal sie gerade gegen solche Gegnerinnen häufig schon richtig gut gespielt hat.

Man muss einfach mal abwarten. Jule konnte schon auf jedem Belag gute Spielerinnen besiegen. Vielleicht ja auch dieses Mal."

… Carina Witthöft, Laura Siegemund und Anna-Lena Friedsam: "Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn sie sich alle drei noch für das Hauptfeld qualifizieren und ich sie am Samstagabend allesamt mit ihren Trainern beim gemeinsamen Abendessen in New York begrüßen könnte.

Sie haben alle drei ein enormes Selbstvertrauen und haben sicherlich auch das Zeug dazu, ihre Qualifikationsendspiele für sich zu entscheiden. Carina hat in der Runde zuvor ja unter anderem die an Nummer zwei gesetzte Spielerin geschlagen. Das spricht nur für sie.

Allerdings sind Angie, 'Petko' und Bine ja in der ersten Runde ausgerechnet gegen Qualifikantinnen ausgelost. Da sehe ich schon etwas auf uns zukommen …"

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