NFL

Ex-Patriots-Spieler verstorben

Aaron Hernandez: Familie zweifelt am Selbstmord

Der Tod von Aaron Hernandez schockt die Sport-Welt. Die Gefängnis-Behörden vermelden, dass sich der ehemalige Patriots-Star in seiner Einzelzelle erhängte. Doch seine Familie zweifelt daran.

20.04.2017 13:39 Uhr / ran.de / Mike Stiefelhagen
Aaron Hernandez (Court)
Aaron Hernandez verstarb am 19. April 2017. © 2013 Getty Images

München/Massachusetts - War es doch kein Selbstmord? Nach dem Tod von Aaron Hernandez geht die Familie des lebenslänglich zu Haft verurteilten ehemaligen Patriots-Stars von einem Verbrechen aus.

Die Angehörigen zweifeln daran, dass Hernandez in seiner Gefängniszelle Suizid beging. Dies hatten die Gefängnis-Behörden am vergangenen Mittwoch bekanntgegeben. Der frühere Tight End der New England Patriots hatte sich laut offizieller Mitteilung in Einzelhaft erhängt.

Erste Zweifel am Selbstmord

Sein Rechtsanwalt Jose Baez und seine Familie zweifeln daran. "Die Familie Hernandez und seine Anwälte sind geschockt über die Nachricht seines Todes. Damit haben wir in keinster Weise gerechnet und es gab keine Anzeichen dafür, dass Aaron Selbstmord begehen würde. Er hoffte hingegen, dass er seine Unschuld noch beweisen kann", verkündete Baez. 

"Unsere Herzen sind gebrochen und wir werden alles dafür tun, um die Wahrheit über seinen Tod herauszufinden. Wir fordern von den Behörden eine transparente und gründliche Untersuchung der Ereignisse. Davon abgesehen wird die Baez Anwaltskanzlei den Fall selbst unter die Lupe nehmen und die Medien mit Ergebnissen versorgen, sobald sie vorliegen."

Freispruch im Doppelmordprozess

Baez hatte kurz vor dem Tod Hernandez' einen Freispruch in einem Doppelmordprozess erwirkt. Dabei war Hernandez vorgeworfen worden, 2012 zwei Menschen getötet zu haben.

Die Baez-Kanzlei wollte zudem gegen das Urteil aus dem ersten Prozess Berufung einlegen, weshalb er die vergangenen Jahre in Haft gesessen hatte. Ein Gericht sah es als erwiesen an, dass Hernandez im Jahr 2013 den Freund der Schwester seiner Verlobten getötet hatte. Im April 2015 verurteilte es Hernandez zu lebenslanger Haft.

Auch sein ehemaliger Agent Brian Murphy bezweifelt die Selbstmord-Theorie: "Er hat sich niemals das Leben genommen. Er war kein Heiliger, aber meine Familie und ich liebten ihn. Er würde sich nicht das Leben nehmen."

Ein anonymer früherer Team-Kollege der Patriots steht dem Agenten laut "ESPN" bei: "Ich glaube die Geschichte nicht. Er würde so etwas nicht tun. Ja, er war emotional, aber nicht der Typ für so eine Aktion."

Hernandez' Tod wird weiter überprüft

Laut "CBS Boston" stand beim Auffinden von Hernandez Leiche "John 3:16" auf dessen Stirn. Dies bezieht sich auf einen Bibel-Vers: "Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat."

Des Weiteren waren Hände und Füße von Hernandez wohl mit roten Flecken übersät. Zudem soll überprüft werden, ob der ehemalige NFL-Spieler vor seinem Tod synthetisches Marihuana konsumiert hatte. 

Die Staatspolizei aus Massachusetts hat sich dem Fall angenommen.

Mike Stiefelhagen

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