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Kasim Edebali: Die unorthodoxe Antwort auf Denvers Probleme?

Kasim Edebalis Chancen auf Einsatzzeit bei den Denver Broncos steigen. Das Interesse am deutschen Linebacker steigt, eine lokale Zeitung widmet ihm sogar ein Porträt.

18.06.2017 20:31 Uhr / ran.de / Christian Stüwe
Kasim_Edebali_Bobby_Wood
Kasim Edebali (r.) besuchte kürzlich das Trainingslager der US-Fußball-Nationalmannnschaft mit Bobby Wood in Denver. © imago/ZUMA Press

Denver/München - Als Kasim Edebali im März bei den Denver Broncos einen Einjahresvertrag unterschrieb, war das Schicksal des 27-Jährigen Linebackers ungewiss.

Würde es für einen Platz im 53-Mann-Kader reichen? Welche Rolle könnte Edebali im vielleicht besten Pass Rush der NFL um Superstar Von Miller spielen?

Mittlerweile weiß man mehr, Edebali hat sich zu diesem frühen Zeitpunkt offenbar Position drei in der Linebacker-Rotation der Broncos gesichert, hinter Miller und Shane Ray.

Davon geht zumindest die "Denver Post" aus, die Edebali am Freitag ein Porträt widmete. "Ein früherer Turner und Ringer ist die unorthodoxe Antwort auf die OLB-Probleme der Broncos", titelte das Blatt mit Blick auf Edebalis Herkunft und seinen sportlichen Werdegang.

Kein Ersatz für Barett geholt

Vor mehr als zwei Wochen verletzte sich mit Shaquill Barett der bisherige dritte Mann im Pass Rush an der Hüfte und wird mehrere Monate ausfallen. Ob er zum Saisonstart im September auflaufen kann ist fraglich. Die Broncos verzichteten bisher aber darauf, einen Ersatz für Barett zu verpflichten – weil sie offenbar auf Edebali vertrauen.

"Er ist ein unerbittlicher Rusher gegen den Pass", lobte Head Coach Vance Joseph: "Und er hat einen großen und starken Körper, um gegen den Lauf zu verteidigen."

Sollte Edebali Baretts Rolle tatsächlich 1:1 übernehmen, wäre dies eine Garantie auf viel Einsatzzeit. In der vergangenen Saison spielte Barett 36,6 Prozent aller Snaps, Ray kam bei 58 Prozent aller Spielzüge zum Einsatz, Miller bei 81,2 Prozent.

Edebalis Rolle: Next man up

"So war mein Leben schon immer. Ich war schon immer der, der einspringt", sagte Edebali der "Denver Post" und scheint mit dieser Rolle alles andere als unzufrieden zu sein.

Natürlich hat Edebali mit Vontarrius Dora weiterhin einen harten Konkurrenten auf seiner Position. Aber im Moment deutet einiges daraufhin, dass die kommende Saison eine gute für den gebürtigen Hamburger werden könnte.

Generell scheint die 3-4-Defense der Broncos deutlich besser zu ihm zu passen, als die 4-3-Defense, in der er in den letzten Jahren bei den New Orleans Saints spielte.

In Denver besser aufgehoben als in New Orleans?

"Ich erinnere mich, dass ich Videoaufnahmen geschaut und gesagt habe, ich würde liebend gerne in dieser Defense spielen", sagte Edebali: "Sie lassen dir Freiheiten und sie lassen dich du selbst sein."

Vor zwei Jahren spielte Edebali seine bisher beste Saison, die Saints brachten den deutschen Linebacker 2015 bei 33,6 Prozent aller Snaps zum Einsatz.

Nun scheinen die Chancen für Edebali gut zu stehen, es in Denver auf ähnlich Zahlen zu bringen oder diese sogar zu toppen.

Christian Stüwe

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