Verschiedenste Profiligen sollen davon profitieren - Bildquelle: FIROFIROSIDVerschiedenste Profiligen sollen davon profitieren © FIROFIROSID

Köln (SID) - Anfang Juli hatte der Deutsche Bundestag das 200 Millionen Euro schwere Corona-Hilfspaket für den Sport geschürt, beantragt ist davon dreieinhalb Monate später erst gut ein Achtel. Wie das für die Verteilung der Steuergelder zuständige Bundesinnenministerium (BMI) dem Sport-Informations-Dienst (SID) mitteilte, wurden bis zum 19. Oktober gerade einmal Hilfen in Höhe von 25.651.483,64 Euro angefordert und davon erst 7.435.505,46 Euro bewilligt.

Bis zum 13. Oktober 2020 waren beim BMI dafür Anträge für folgenden Sportarten gestellt worden: American Football, Base-/Softball, Basketball, Eishockey, Fußball, Handball, Ringen, Tennis, Tischtennis und Volleyball. Konkrete Vereinsnamen wurden nicht genannt. Die Antragsfrist endet am 31. Oktober, anschließend sind die Ansprüche laut BMI "verwirkt".

Mit den Hilfen sollten die großen Profiligen Handball, Eishockey, Basketball und Volleyball sowie weitere betroffene Vereine in kleineren Sportarten und Verbände unterstützt werden. Begünstigt werden ebenfalls die Klubs der 3. Fußball-Liga sowie der Fußball-Bundesliga der Frauen.

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hatte jüngst Kritik geäußert, die bürokratischen Hürden seien viel zu hoch. "Es gibt keine pragmatische und schnelle Soforthilfe", sagte er den Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung, "und es werden wohl nur wenige Vereine in den Genuss der Hilfe kommen, weil die Vorgaben zu restriktiv sind. Die Möglichkeiten zur Ausschöpfung des Programms sind weder basis- noch praxisnah."

Dem widersprach allerdings Dagmar Freitag, die Vorsitzende im Sportausschuss des Deutschen Bundestages: "Die Bestimmungen entsprechen nach meiner Kenntnis den Vorgaben der Bundeshaushaltsordnung und des Bundesrechnungshofes, dem gegenüber die Ausgabe von Steuergeldern zu rechtfertigen ist. Und die jetzt vermehrt eingehenden Anträge zeigen, dass die Anforderungen zu bewältigen sind", teilte die SPD-Politikerin dem SID auf Anfrage mit.

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