Die "One Love"-Debatte beschäftigt deutsche Sportler - Bildquelle: AFP/SID/INA FASSBENDERDie "One Love"-Debatte beschäftigt deutsche Sportler © AFP/SID/INA FASSBENDER

Köln (SID) - Freie Meinungsäußerung, aber auch eine freie Wahl des Protests: Die Debatte um die "One Love"-Binde bei der Fußball-WM in Katar hat auch die deutschen Athletinnen und Athleten anderer olympischer Sportarten beschäftigt. "Ich sehe uns Sportler schon in der Verantwortung, unsere Plattform und Reichweite zu nutzen, um gesellschaftspolitische Themen anzusprechen", sagte Hockey-Nationalspielerin Nike Lorenz: "Wie man das ausführt, sollte aber jedem selbst überlassen sein."

In der Debatte um die "One Love"-Binde kritisierte die 25-Jährige den Fußball-Weltverband FIFA. Diesem gehe es um Machtkämpfe. "Es ist absolut nicht fair, das auf die Sportler abzuwälzen", sagte sie. 

Für Hockey-Nationalspieler Timur Oruz ist die Mündigkeit der Athleten "ein unfassbar hohes und wichtiges Gut. Gleichzeitig bin ich nicht der Meinung, dass man Athleten zwingen sollte, gewisse Statements abzugeben", sagte er. 

Für Tennisprofi Andreas Mies können politische Statements von Sportlern nicht grundsätzlich erwartet werden. "Es ist teilweise schon ein bisschen viel verlangt. Wir sind in erster Linie Sportler und keine Politiker, Ärzte oder Wissenschaftler", sagte er: "Wir können da im Detail nicht immer mitreden. Ich finde es aber schon gut, wenn man hier und da ein Zeichen setzt. Jeder muss das selbst entscheiden, ob man das machen möchte oder nicht." 

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