Erste Zeugen sagen im Prozess gegen Mark S. aus - Bildquelle: AFPSIDErste Zeugen sagen im Prozess gegen Mark S. aus © AFPSID

München (SID) - Im Prozess gegen den Erfurter Sportmediziner Mark S. hat eine Mitangeklagte ihre Beteiligung an Blutdoping-Praktiken eingeräumt. Am zweiten Tag der Verhandlung vor dem Landgericht München II gab Diana So. konkrete Einblicke in das Dopingsystem. "Die Behandlungen waren immer so, dass vor dem Rennen das Blut rein ging und nach den Rennen das Blut raus", sagte die Krankenschwester.

Sie sei 2017 auf einem Weihnachtsmarkt vom Hauptangeklagten angesprochen worden. "Es würde um Transporte, um Blut und um Sportler gehen. Er wüsste, dass ich nichts sagen würde", sagte die Mitangeklagte, die Mark S. zu diesem Zeitpunkt bereits länger kannte.

In dem seit Mittwoch laufenden Prozess muss sich der mutmaßliche Drahtzieher Mark S. gemeinsam mit insgesamt vier Mitangeklagten verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm umfangreiche Dopingpraktiken über mehrere Jahre vor. Die vier Mitangeklagten sollen ihm dabei geholfen haben.

Bisher bekannt ist die Verwicklung von 23 Sportlern aus acht Ländern. Mark S. droht eine mehrjährige Haftstrafe. Insgesamt sind 26 Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil könnte kurz vor Weihnachten fallen.

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