NADA testet Drid Blood Spot-Technik - Bildquelle: AFP/SID/FABRICE COFFRININADA testet Drid Blood Spot-Technik © AFP/SID/FABRICE COFFRINI

Köln (SID) - Nach sechs Monaten ist ein Pilotprojekt bezüglich weiterer Einsatzmöglichkeiten der sogenannten Dried Blood Spot-Technik bei Dopingkontrollen abgeschlossen worden. An der Forschung, die von der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) gemeinsam mit dem Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln und der Firma Sportradar initiiert worden war, nahmen 24 Athletinnen und Athleten des Registered Testing Pools (RTP) teil und gaben insgesamt 102 Proben ab. 

Hintergrund des Forschungsprojektes ist, dass es der NADA nach eigenen Angaben aufgrund gravierender Kontaktbeschränkungen und zahlreicher Wettkampfabsagen wegen der COVID-19-Pandemie wichtig war, "neue Wege in der Anti-Doping-Arbeit zu gehen und Lösungsansätze zu den Herausforderungen einer Pandemie zu suchen".

Zur Abnahme der Proben wurde eine neue technische Remote-Testing-Lösung in Form einer App entwickelt, die laut Mitteilung erstmalig in der Praxis erfolgreich angewendet wurde. Die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler, von denen sechs ohne Angabe von Gründen vorzeitig ausstiegen, bewerteten den neuen Ansatz "positiv und sehen Remote Testing als geeignete, ergänzende Maßnahme zu klassischen Dopingkontrollen."

Bei der DBS-Methode, die auch beim Neugeborenen-Screening eingesetzt wird, sind verhältnismäßig geringe Volumen an Blut für eine Analyse notwendig. Die NADA will die gewonnenen Ergebnisse in die aktuelle Konsultationsphase des International Standard for Testing and Investigations (ISTI) 2023 bei der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) einbringen. Aktuell sind Remote-Kontrollen nicht Teil des Anti-Doping-Regelwerks.

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