Ein großes Geschäft: Glücksspiele - Bildquelle: AFPSIDDENIS CHARLETEin großes Geschäft: Glücksspiele © AFPSIDDENIS CHARLET

Köln - Vor dem Treffen der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag in Berlin, auf der auch das Thema Glücksspielstaatsvertrag auf der Agenda steht, gibt es offenbar Überlegungen in Kreisen der Landesregierungen, in Deutschland zukünftig neben Sportwetten auch Online-Casinospiele zuzulassen.

An ihnen beteiligen sich heute schon Nutzer mit Einsätzen in Höhe von vielen Milliarden Euro, so die GVC Holdings PLC. Das weltweit größte börsennotierte Gaming-Unternehmen, zudem Muttergesellschaft des deutschen Sportwettenanbieters bwin, warnt vor einer weiteren Verdrängung von Nutzern in den gänzlich unkontrollierten Schwarzmarkt, wenn der neue Glücksspielstaatsvertrag sich nicht hinreichend an ihren Bedürfnissen ausrichtet.

"Wenn lizenzierte Angebote im Wettbewerb nicht attraktiv sind, weichen die Nutzer unweigerlich auf vermeintlich attraktivere Angebote im Schwarzmarkt aus", sagte Martin Lycka, Director of Regulatory Affairs bei GVC, "dort ist die Einhaltung von Spielerschutz, Suchtprävention sowie der Schutz vor Manipulation, Betrug und Geldwäsche praktisch unmöglich."

Er appellierte: "Die Chance, diesen Missstand zu ändern, sollten die Länder mit ihrem neuen Staatsvertrag nutzen." Der neue Glücksspielstaatsvertrag muss durch die einzelnen Landtage beschlossen werden.

Ziel: Einsätze zu staatlich kontrollierten Anbietern lenken 

GVC hat seine Vorschläge für eine zukunftsfähige Ausgestaltung der Glücksspielregulierung in Deutschland unterbreitet. Das Unternehmen teile das Ziel der Glücksspielregulierung der Länder, "möglichst viele Einsätze hin zu regulierten und staatlich kontrollierten Anbietern zu lenken.

Um dies zu erreichen, ist die Zulassung eines attraktiven lizenzierten Angebots von Sportwetten und auch Online-Casinospielen alternativlos", so Lycka. Nur wenn alle Umsätze transparent seien und die Anbieter eng mit den Behörden kooperierten, "können Spielerschutz und Suchtprävention effektiv gewährleistet werden", meinte Lycka.

GVC spricht sich dafür aus, Rahmenbedingungen festzulegen, da er nur in einem sehr aufwendigen und langen Verfahren angepasst werden könne. Die konkrete Ausgestaltung und Anpassung von Detailregelungen sollte dann auf Behördenebene erfolgen.

Lycka: "GVC begrüßt daher die Schaffung einer zentralen Regulierungsbehörde, die über Verordnungen die konkrete Ausgestaltung der Glücksspielregulierung auf Basis einer kontinuierlichen Marktbeobachtung konkretisieren und bei Bedarf anpassen könnte."

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