Eine Gedenkstätte für George Floyd in Houston - Bildquelle: AFPAFPMark FelixEine Gedenkstätte für George Floyd in Houston © AFPAFPMark Felix

Köln (SID) - Der Schuldspruch im Fall des getöteten Schwarzen George Floyd hat im US-Sport für Genugtuung und Erleichterung gesorgt. Basketball-Star LeBron James twitterte am Dienstagabend nur ein Wort: "Rechenschaft". Kurz zuvor war der weiße Ex-Polizist Derek Chauvin von einer Jury in Minneapolis für schuldig befunden worden, den unbewaffneten Floyd bei einer Festnahme im Mai 2020 getötet zu haben.

Adam Silver, Commissioner der Basketball-Profiliga NBA, und Michele Roberts, Geschäftsführerin der Spielervereinigung NBPA, teilten in einem gemeinsamen Statement mit: "Der Mord an George Floyd war ein Brennpunkt dafür, wie wir auf Rasse und Gerechtigkeit in unserem Land blicken. Und wir sind erfreut zu sehen, dass der Gerechtigkeit anscheinend Genüge getan wurde."

Floyds Tod, in dem die Polizeigewalt gegen "People of Color" einen Höhepunkt fand, hatte im Vorjahr für große Anteilnahme im amerikanischen Sport und für deutliche Proteste vor allem schwarzer Sportler gesorgt, welche die "Black Lives Matter"-Bewegung unterstützten. Chauvin hatte sein Knie mehr als acht Minuten auf den Hals Floyds gedrückt, dessen vielmals wiederholter Ausspruch "I can't breathe" wurde zum Slogan der Bewegung.

Auch die - überwiegend weiß geprägte - Eishockey-Liga NHL äußerte sich umgehend nach der Urteilsverkündung. "Wir hoffen, dass das Ende des Prozesses eine Möglichkeit zur Heilung bietet", hieß es in einem Statement: "Wir werden uns weiter aktiv für Gleichheit einsetzen und laden unsere Fans dazu ein, uns bei einer systematischen Veränderung zu unterstützen."

Die Frauen-Basketball-Liga WNBA betonte, sich weiter gegen Ungerechtigkeit in den USA zu engagieren. In einer Mitteilung wies sie aber auch darauf hin, dass derzeit für PoC am Ende zu oft nicht die Gerechtigkeit stehe.

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