Kenia geht entschlossener gegen Dopingsünder vor - Bildquelle: AFP/SID/YASUYOSHI CHIBAKenia geht entschlossener gegen Dopingsünder vor © AFP/SID/YASUYOSHI CHIBA

Nairobi (SID) - Kenia hat im Kampf gegen die immer zahlreicheren Dopingvergehen im Land neue Entschlossenheit zur Bekämpfung der verbotenen Leistungsmanipulation demonstriert. "Die Regierung ist zum Krieg gegen Doping bereit", erklärte Sportminister Ababu Namwambe nach dem vorläufigen Verzicht des Weltverbandes WA auf eine globale Sperre gegen den Verband.

"Wir werden uns von einigen wenigen gierigen und kriminellen Elementen nicht das hart erarbeitete Erbe einer Nation zerstören lassen, die stolz darauf ist, im Wettbewerb zu bestehen und sauber zu gewinnen", sagte der Politiker und bedankte sich bei der WA für die zweite Chance.

Der Rat der WA hatte am vergangenen Mittwoch auf seiner Sitzung in Rom von einer möglichen Suspendierung der Afrikaner abgesehen. WA-Präsident Sebastian Coe (Großbritannien) genügte offenbar zunächst noch Namwambes Versprechen zusätzlicher Finanzmittel in Höhe von umgerechnet 24,2 Millionen Euro zur Verbesserung des Anti-Doping-Kampfes. "Das ist ein echter Fortschritt", sagte Coe.

Die Erleichterung und Dankbarkeit in Kenia nach der WA-Tagung ist naheliegend. Seit 2016 steht das Land auf der Beobachtungsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ganz oben. Derzeit sind weltweit 55 Aktive aus Kenia wegen Verstößen gegen die Dopingvorschriften gesperrt. Allein im ausklingenden Jahr wurden 25 Athleten mit Doping-Sanktionen belegt, zudem sind 19 weitere Fälle anhängig.

Namwambe kündigte nach seinem Treffen mit Coe mehr Konsequenz an. "Wenn wir dieses Fehlverhalten wiederholen, wird Kenia keine Entschuldigung mehr haben, sollten in Zukunft strenge Maßnahmen gegen dieses Land ergriffen werden", sagte Namwambe, Man werde "Doping zum schwersten Verbrechen erklären, das ein Aktiver begehen kann. Wir wollen den Handel mit Doping genauso kriminalisieren wie den mit harten Betäubungsmitteln. Unser neues Mantra soll eine absolute Null-Toleranz-Politik gegen Doping sein."

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