Papa Massata Diack (r.) wurde am Dienstag befragt. - Bildquelle: AFPTVSIDDAVID CANTINIAUXPapa Massata Diack (r.) wurde am Dienstag befragt. © AFPTVSIDDAVID CANTINIAUX

Dakar - Papa Massata Diack, die mutmaßlich zentrale Figur in einem massiven internationalen Doping- und Korruptionsskandal, ist am Dienstag in seiner Heimat Senegal von einem Untersuchungsrichter befragt worden. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur "AFP" mit Verweis auf eine mit dem Fall vertraute Quelle. Der Sohn von Lamine Diack, dem langjährigen Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, soll dabei alle Anschuldigungen bestritten haben.

Dem ehemaligen Marketing-Berater der IAAF, den die französischen Behörden bisher nicht vernehmen konnten, werden gleich eine ganze Reihe von Delikten vorgeworfen. Zusammen mit seinem Vater und weiteren Beschuldigten wird ihm in Januar in Frankreich wegen "Geldwäsche in organisierten Banden", "aktiver Korruption" sowie "Komplizenschaft bei passiver Korruption" der Prozess gemacht. Die Beschuldigten sollen unter anderem gegen Geldzahlungen positive Dopingtests vertuscht sowie Gelder veruntreut haben.

In einem weiteren Verfahren ermitteln die französischen Behörden wegen Korruptionsverdachts bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2016 an Rio und 2020 an Tokio sowie der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2015 an Peking und 2019 an Doha. Seit dem 18. April liegt gegen ihn ein zweiter internationaler Haftbefehl vor. Während sein Vater seit Jahren in Frankreich unter Hausarrest steht, haben die Behörden Senegals bereits erklärt, Diack nicht auszuliefern.

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