Köln - Schach-Weltmeister Magnus Carlsen hat sich erstmals nach der aufsehenerregenden nächsten Runde im Streit mit dem US-Teenager Hans Niemann geäußert, konkrete Betrugsvorwürfe aber erneut vermieden.

"Leider kann ich mich nicht dazu äußern, aber die Leute können ihre eigenen Schlüsse ziehen, und das haben sie auch getan", sagte der Norweger bei "Chess24".

Carlsen gegen Niemann: Norweger unterstellt Gegner Betrug

Am vergangenen Montag war Carlsen im Rahmen eines hochkarätig besetzten Onlineturniers auf den 19-jährigen Niemann getroffen - und beendete die Partie nach einem Zug kommentarlos. Schon Anfang September hatte Carlsen sich nach einer überraschenden Niederlage gegen den Amerikaner aus einem Präsenz-Turnier zurückgezogen.

Der Norweger unterstellt Niemann offenbar Betrug, ausgesprochen hat er dies aber nicht. Es gilt als der größte Skandal seit Jahren.

Magnus Carlsen verzichtet auf WM-Teilnahme

Ob die Vorwürfe der Grund für seinen Ausstieg am Montag gewesen seien, wollte Carlsen zunächst nicht kommentieren. "Ich hoffe, dass ich nach dem Turnier etwas mehr sagen kann", so der 31-Jährige, der seit 2013 Schach-Weltmeister ist und wegen fehlender Motivation 2023 nicht zur erneuten Titelverteidigung antreten wird. 

Auf die Frage, ob Betrug ein generelles Problem im Schach sei, antwortete Carlsen: "Ich denke, dass jeder Einzelne die Frage je nach seinen eigenen Erfahrungen anders beantworten wird." Es sei leicht "zu betrügen, und generell denke ich, dass Betrüger in Zukunft nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten, weder online noch am Spielbrett."

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