Max Hartung fordert Mitspracherecht für Athleten - Bildquelle: pixathlonpixathlonSIDNorbert SchmidtMax Hartung fordert Mitspracherecht für Athleten © pixathlonpixathlonSIDNorbert Schmidt

Köln - Säbelfechter Max Hartung (30) sieht in der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Krise auch eine Möglichkeit, die Machtverhältnisse im Weltsport neu zu ordnen.

"Weil alles in Bewegung ist und alles neu gedacht wird, könnte diese Situation eine Chance sein, die olympische Bewegung zum Besseren zu verändern", sagte Hartung im SID-Interview und verwies auf die Skandale der vergangenen Jahre.

Der Präsident der Interessensvertretung Athleten Deutschland arbeitet auch aus der momentanen Quarantäne mit seinen Vorstandskollegen daran, "den Athleten eine Stimme zu geben, um die Einflussmöglichkeiten im internationalen Sport zu stärken, vielleicht sogar: um den Sport insgesamt zu verändern".

Druck der Sportler trug zur Verlegung der Sommerspiele bei

Hartung fordert, "dass in allen Bereichen, in denen die Athleten betroffen sind, sie auch mitsprechen können und ihre Einschätzung eingeholt wird".

Das bedeute aber nicht, "dass die Athleten alles alleine entscheiden. Wir sind nur eine Gruppe, aber eine, die angehört werden muss und die, wie man jetzt sehen konnte, etwas Positives beitragen kann."

Auch der Druck der Sportler, die sich mit der quälenden Hängepartie in ihrer Olympia-Vorbereitung nicht abfinden wollten, trug dazu bei, dass IOC-Präsident Thomas Bach am Dienstag die Verlegung der Sommerspiele in Tokio ins Jahr 2021 verkündete.

Zuvor hatte Bach auf Zeit gespielt und war dafür von vielen Athleten weltweit scharf kritisiert worden.

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