Boulder-Favorit Flohe verpasst Medaille und wird 13. - Bildquelle: Philipp Guelland/Munich2022/Philipp Guelland/Munich2022/SID/Philipp GuellandBoulder-Favorit Flohe verpasst Medaille und wird 13. © Philipp Guelland/Munich2022/Philipp Guelland/Munich2022/SID/Philipp Guelland

München (SID) - Die deutschen Sportkletterer haben es am ersten Medaillentag bei den European Championships nicht auf das Podest geschafft. Die beste Leistung zeigte Hannah Meul aus Frechen, die auf dem vollgepackten Königsplatz mit dem siebten Platz im Lead-Wettbewerb aber ihr bestes Ergebnis in dieser Disziplin erreichte. Europameisterin wurde die überragende Olympiasiegerin Janja Garnbret.

"Finale war mein Ziel, ich hätte heute einfach nicht besser klettern können. Ich bin vollkommen zufrieden", sagte Meul, die von den 5000 großartig aufgelegten Zuschauern lautstark unterstützt wurde. "Einfach toll, ich hatte Gänsehaut, es hat mir Flügel gegeben", sagte sie. In ihrer Spezialdisziplin Bouldern hat Meul am Sonntag (Halbfinale 9.00/Finale 16.00 Uhr) eine gute Chance auf eine Medaille.

Für die drei qualifizierten deutschen Männer war im Boulder-Wettbewerb das Halbfinale die Endstation. Vor allem für den mitfavorisierten Yannick Flohe eine äußerst unangenehme Überraschung: Der Essener, bislang bester Europäer in diesem Jahr, belegte Rang 13 und verpasste das Finale der besten sechs. Auch Christian Schweiger und Alexander Megos schieden auf den Plätzen acht und 14 vorzeitig aus.

Für Martin Veith, Sportdirektor des Deutschen Alpenvereins (DAV), war das Abschneiden deshalb "schon eine kleine Enttäuschung, vor allem, weil es beim Saisonhöhepunkt passiert". Immerhin gehören Flohe und Megos wie Favorit Ondra zu den Medaillenanwärtern im Lead-Wettbewerb am Sonntag (Halbfinale 12.00/Finale 18.45). Megos war in der Qualifikation punktgleich mit Ondra Bester, Flohe Dritter.

Große Favoritin im Bouldern der Frauen ist erneut Janja Garnbret, die im Lead eine "krasse Show" (Meul) ablieferte. Die 23 Jahre alte Slowenin erkletterte auf der anspruchsvollen Route an der 15 Meter hohen Wand vor den Propyläen eine Wertung von 50. Sie gewann damit vor Jessica Pilz (Österreich/45+) und Manon Hily (Frankreich/41+). 

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