Eine Ausweitung des Skandals hält die NADA für möglich - Bildquelle: NADANADANADAEine Ausweitung des Skandals hält die NADA für möglich © NADANADANADA

Berlin (SID) - Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hält eine Ausweitung des Dopingskandals um den Erfurter Sportarzt Mark S. für möglich. Bislang war die Rede von 21 betroffenen Athleten aus elf Nationen.

"Drei Monate liegen die Razzien jetzt zurück. Da gibt es immer wieder neue Erkenntnisse. Ich will nicht ausschließen, dass der Kreis der 21 noch erweitert wird", sagte NADA-Vorstand Lars Mortsiefer in Berlin.

Mortsiefer lobte die Arbeit der Münchner Staatsanwaltschaft, die unter Hochdruck arbeite. "Man muss abwarten, wo die Wege hinführen, nach Deutschland und in die Welt. Wir sind guter Dinge, dass alles ans Tageslicht kommt, auch wenn wir lange noch nicht am Ende angelangt sind", sagte Mortsiefer über den Stand der Ermittlungen.

Die NADA hat auch in ihrer täglichen Arbeit auf den Skandal reagiert und ihr Kontrollsystem ausgebaut. "Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse aus den Ermittlungen verschärft die NADA ihr Kontrollsystem und führt auch Dopingkontrollen in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung durch", sagte Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der NADA.

Im Rahmen der im Februar bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld von Ermittlern gestarteten "Operation Aderlass" wurden bisher Namen von 16 Sportlern aus sieben Nationen genannt, die von Mark S. mit Blutdoping versorgt worden sein sollen. Dabei handelt es sich um Athleten aus den Bereichen Radsport, Langlauf, Biathlon, Eisschnelllauf und Leichtathletik.